Alle Kurzkommentare


7

Das sicke Drama ist recht düster gehalten, und bei den Landschaftsaufnahmen bilden sich unweigerlich auch im eigenen Wohnzimmer Atemwolken vor Kälte. Feurig hingegen sind einige Idee mit dem Schauspiel-Giganten Marlon Brando. Schwarzhumor und für damalige Verhältnisse gewagte Sado-Sexspielchen peppen das Drama ein wenig auf. Die Geschichte ist schlicht gehalten, aber schauspielerisch und inhaltlich einem düsteren Sog nahe. Das Ende trieft dann von Schwarzhumor (und man weiß nicht so richtig, ob man lächeln soll). 7 Punkte (inklusive einen Nostalgie-Punkt)!

7

Prequel zu "Schloss des Schreckens" aus den 70ern von Michael "Ein Mann sieht rot" Winner, der hier wie auch später bei "Hexensabbat" beweist, dass er nicht nur Action-Reißer mit Charles Bronson inszenieren kann. Die durch die gesellschaftlichen und moralischen Umstände schwierige und stets gefährdete sado-masochistische Beziehung zwischen den Dienstleuten Ms. Jessel und Peter Quint wird eindrucksvoll von Stephanie Beacham und insbesondere Marlon Brando dargestellt und die Reaktion der Kinder darauf ist ebenso folgerichtig wie erschreckend und darf als Abgesang auf die verlogene Spießigkeit des viktorianischen Zeitalters verstanden werden: Wenn Kinder die heuchlerische christlich-gesellschaftliche Moral als Lüge enttarnt haben und sich ihre eigenen, interessanteren, ehrlicheren Vorbilder und moralischen Instanzen suchen, kann die Ignoranz bzw. Verteufelung dieser zur Katastrophe führen.

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