Hollow Man ist ein Film mit überragenden Effekten, wobei die Story und die Realität vielleicht deswegen arg vernachlässigt wurden.
Der geniale Wissenschaftler Sebastian Caine (Kevin Bacon) hat es geschafft, Tiere unsichtbar werden zu lassen. Mit Hilfe seines Teams versucht er wieder, die Tiere sichtbar zu machen. Eines Abends gelingt ihm der Durchbruch und er schafft es wirklich, dass ein Gorilla wieder sichtbar wird. Das Team bemerkt, dass der Gorilla ziemlich aggressiv war, während seiner Zeit als unsichtbares Tier. Caine und seine Mitarbeiterin Linda (Elizabeth Shue) halten ihren Erfolg aber noch vor dem Militär geheim, da Caine sich selber als Testperson zur Verfügung stellen will. Das Experiment gelingt auch und Caine wird unsichtbar. Man testet viel aber als man Caine wieder sichtbar machen will, gelingt es dem Team nicht. Viele Versuche scheitern und auch Caine scheint sich zu verändern, denn er wird immer aggressiver...
Die Effekte in diesem Film sind absolut genial. Wirklich jedes Detail wird dem Zuschauer gezeigt (Organe, Blutkreislauf usw.), wenn Mensch oder Tier unsichtbar oder wieder sichtbar werden. Das Programm soll angeblich sogar für Medizinstudenten genutzt werden, da es wirklich nur genial und realistisch wirkt.
Aber super F/X reichen natürlich nicht, auch die Story muss stimmen. Am Anfang ist auch noch alles sehr spannend, die Effekte überwältigen einem. Danach ist aber sehr viel Leerlauf im Film, es passiert nicht viel, erst der Showdown wird wieder besser, wenn er auch super unrealistisch ist.
SPOILER
Caine wird verbrannt, verkloppt, bekommt Stromschläge usw. und er taucht immer wieder auf, es scheint so, als wäre er ein Übermensch.
SPOILER ENDE
Die Schauspieler wissen zu gefallen, auch Kevin Bacon als genialer und gleichzeitig leicht verrückter Sebastian Caine.
Trotzdem gibt es immer wieder mal gute Elemente, den Verhoeven bringt es teilweise, leider nur teilweise, richtig gut rüber, wie sich ein unsichtbarer Mensch verhalten würde. Würde er wirklich weiter er selbst bleiben oder würde er anfangen Sachen zu machen, für die man sonst in den Knast kommen würde (ich sage nur die Szene mit der Frau)? Diese Fragen kann sich der Zuschauer selber stellen und beantworten, denn er hat teilweise viel Zeit dazu, da oft leider nix passiert.
Einige Splattereffekte bietet der Film auch, diese sind aber teilweise nur „verzerrt“ (wer den Film sieht, weis was ich meine) zu sehen, da man ja eigentlich nix sieht. Trotzdem ist man auch hier enttäuscht von Verhoeven, der uns Filme wie Total Recall oder besonders Starship Troopers gebracht hat, die FSK 16 verwundert da keinesfalls, da der Film recht harmlos ist.
Fazit: Den Film sollte man schon alleine wegen der genialen F/X mal gesehen haben. Storymäßig eher schwach mit mehr Tiefen als Höhen, besonders das Ende wirkt doch arg dumm.