Bin ebend gerade kopfschüttelnd und leicht verärgert aus dem Kino gekommen. Der Grund dafür ein Film, der mir bis zum TV-Trailer vor einigen Tagen gänzlich unbekannt war - District 9. In dem Glauben, mal wieder ein Sci-Fi Highlight im Kino erleben zu dürfen, haben wir uns gegen "Inglorious Basterds" entschieden und wurden zum Dank bitter enttäuscht. Geboten wird ein kruder Mix aus Action, Sci-Fi, Splatter und Komödie, wie ich ihn nie schlechter (zumindest im Kino) zu sehen bekam. Ohne jede Einleitung hängt ein Raumschiff über Johannisburg, voll mit kranken, unterernährten Aliens, welche kurzer Hand in ein Ghetto mitten in der Stadt verfrachtet werden. In dem Ghetto kommt es zu Kriminalität jeglicher Art und Verwarlosung, woraufhin die Regierung eine Umsiedlung in ein lager außerhalb der Stadt beschließt. Diese Aktion wird von einer privaten Waffenfirma unter der Leitung von Wikus Van De Merwe durchgeführt, wobei die Firma natürlich weniger am Wohlbefinden der Aliens, sondern mehr an deren Waffentechnologie interessiert ist. Bei der Räumung des Ghettos infiziert sich Wikus mit einem Virus, der ihn langsam aber sicher zu einem Alien mutieren lässt. Von der eigenen Firma gejagt, findet er Unterschlupf bei einem der Aliens und dessen Sohn. Leider verkommt der ansich interessante Plot zu einem einzigen unerträglichen Trash-Mix unter dem Deckmantel der Gesellschaftskritik
. Wer bei "District 9" einen Film á la "Independence Day" o.ä. Genrevertreter erwartet wird maßlos enttäuscht werden. Wir waren 8 Leute mit großen Erwartungen, wovon sich 7 maßlos über die investierte Zeit und das verlorene Geld geärgert haben
und wir waren nicht die Einzigen im Kinosaal. Woher die guten Noten hier und auf ähnlichen Plattformen kommen kann ich mir leider nicht erklären. Von meiner Seite aus und noch für 6 weitere Personen gesprochen gibt's 1/10 Punkte.