Charles Band und seine Puppen, - eigentlich unzertrennbar miteinander verbunden, in diesem Fall jedoch kläglich umschifft, denn eine herumstehende Bong kann nun mal nur Augen und Mund bewegen.
Und da stößt schon bitter auf, wie sehr Bands Streifen ausschließlich durch seine manchmal fantasievollen Geschöpfe leben, denn bei dieser Kifferkomödie ohne Puppen muss man arg zugedröhnt sein, um ihr etwas abgewinnen zu können.
Die erste Killer-Bong wurde zerstört, doch die Gruppe um Al leidet unter furchtbaren Nebenwirkungen, wie Narkolepsie, einen übermäßigen Sexualtrieb und unkontrollierbare Fresssucht. Also reist die Gruppe kurzerhand ins Dschungelgebiet am Amazonas, um etwas über ihren Ursprung herauszufinden. Dabei stoßen sie auf King Bong, der alle in eine tödliche Falle locken will…
Etwas einfach hat es sich Band mit seinen Geschichten schon immer gemacht, doch diese lässt sich kaum an Einfallslosigkeit und dämlichen Dialogen unterbieten.
Dabei kommen die Gags durchweg niveaulos rüber, wenn sich der Typ mit der Dauerlust an irgendetwas reibt, der Fettsack mit äußerst billig aussehendem Latex und Fettpolster unterm Bauch herumläuft und ständig Essen im Gesicht verteilt hat und der Schlaftyp unangekündigt und mehrfach auf den Boden plumpst und ein paar Minuten schlummert.
Dazu gesellen sich Ekelwitze und Fäkalgags, derbes Gefluche und ein wenig nackte Haut in Form der Girls vom „Punsenstamm“, welcher den zu Stein gewordenen Bong verehrt und huldigt.
Und da kommen wir zu den Effekten, die man getrost in selbiger Pfeife rauchen kann.
Der zweite Bong schaut aus wie eine Stein-Statue mit Skelett-Gesicht und kann lediglich die arg künstlich aussehenden Augen bewegen. Das weibliche Pendant verfügt immerhin noch über eine bewegliche Unterlippe, doch der Rest des billigen Budenzaubers besteht aus miesen CGI, welche einige Blitze, eine Explosion und blöde Szenenübergänge mit Marihuana-Blättern implizieren.
Die Handlung kann hingegen keine Spannung aufbauen, da einem sämtliche Figuren gleich sind und das eine oder andere gewaltsame Ableben durchaus wünschenswert gewesen wäre.
Neben armseligen Sprüchen, kommt es im Dschungel zum unverhofften Wiedersehen mit einem Großvater, die Lady einer Forschungsstation will helfen, ein Lieferant zettelt dubiose Geschäfte an und am Ende verführen die Frauen die Abenteurer, nachdem sie an der Bong zogen und dadurch in ihn hinein in einen unterirdischem Raum gezogen wurden.
Bereits wenige Minuten nach dem Start fragt man sich, welch unterirdische Darsteller für die Chose gewonnen werden konnten, worin der Sinn bei einigen Unterhaltungen liegt und warum Band seine schlichte Geschichte nicht mit einer Puppe am Rande angereichert hat, damit wenigstens noch etwas Leben in der Bude ist.
Ein langweiliger, nichts sagender Streifen ohne Humor und mangelnder Präsenz des Bösen in Form zweier Bongs, die sich ohnehin nicht sonderlich bewegen können, - witzlos und unnötig…
2 von 10