Bin ja ein großer Chocolate und Yanin Fan und von daher hatte ich mich auch auf den Raging Phoenix gefreut, trotz der Musik aus dem Trailer, welche mir ja nicht wirklich zusagt. Das Gute vorweg...die Musik stört überhaupt nicht und kommt auch in dieser Form sehr selten vor und Yanin ist wirklich sweet. Auch die sonstigen Protagonisten machen ihre Sache ziemlich gut, allen voran Patrick Tang, welcher schon in Jet Lis Unleashed in einer kleinen Rolle zu sehen war, zeigt hier neben seinem beachtlichen Martial Arts Können, eine herausragende Performance...wer hätte gedacht, dass es auch gute Schauspieler unter den Thais gibt?
Jetzt das weniger Gute, dh zum Film: Die Story, welche lediglich dazu dient von Fight zu Fight zu schippern, ist endeutig das dämlichste, was mir jemals (in diesem Genre) zu Augen kam, ehrlich. Dazu wurde sie noch aufs dilettantischste inszeniert und fesselt, ja noch nicht mal interessiert, zu keinem Moment. Naja ist den Meisten bei dieser Art Fim wohl eh egal, also schwamm drüber.^^
Im Großen und Ganzen geht es um eine Bande von jungen "Kampf-Trinkern" die alle ihre Freundinen an eine Organisation, welche sich darauf spezialisiert hat, Frauen anhand ihres einzigartigen Geruchs! zwecks unbekannter Absicht, zu entführen, verloren haben und diese zu zerschlagen. Dabei nutzen sie ihre einzigartige Kampftechnik, welche enormen Alkoholkonsum voraussetzt, um die Lakeien der Organisation unschädlich zu machen und die Entführten Mädchen aus deren Gefangenschaft zu befreien. Die Anführer der Organisation sind jedoch nicht aufzuspüren und daher brauchen sie einen Köder, um diese rauszulocken. Soweit die Story des Ganzen, welche wirklich in schön gefilmten Bildern betrachtet werden darf, wenn man auf Bunt steht.
Also nach dem man die ersten 50!! Minuten hinter sich gebracht hat, welche einem in periodischen Bildern den Anfang des Filmes präsentieren, hat man eigentlich immer noch nicht wirklich den vollen Durchblick, aber man weiß schon ungefähr um was es in den nächsten 60! Minuten gehen wird. Bis dahin hat man unter anderem gesehn, wie Jija Schlagzeug spielt, säuft, kotzt, Typen kennen lernt die auch saufen, wieder kotzt, allgemeines Saufen, wie Jija mit Gewalt abgefüllt wird, Taining, wieder brutales Abfüllen, Training, Saufen, Saufen, Reden über Saufen und ja...Saufen.
Ich will an dieser Stelle ja nicht zuviel vom Film und der Story verraten, deshalb komme ich jetzt mal zum interessanten Teil, nämlich den Kämpfen. Wenn ihr ausgefallene Moves sehen wollt, dann seid ihr hier richtig. Die Mischung aus Muay Thai, Capoeira, DrunkenBoxing und Breakbeat kommt irgendwie ziemlich gut und ist afaik so noch nie gezeigt worden. Aber wenn ihr dümmlichstes Kaspertheater sehen wollt dann seid ihr hier leider genauso richtig. Zumindet in den ersten 50 Minuten bekommt man einiges an Slapstick und Kirmesakrobatik geboten und das mit ner Menge grauenhaftem Wirework. Nach "Lethal Panther 2" dachte ich eigentlich ich würde kein übleres Wirework mehr sehen können, aber das hier ist ungleich schlimmer, viel schlimmer.
Auch wenn das Wirework bleibt, so werden irgendwann ab der fünfzigsten Minute, wenn die Story "dramatischer" wird, die Kämpfe sehr viel härter und weniger affig und spätestens wenn Yanin zum Berserker wird, stellt sich doch noch ein breites Grinsen ein. Also der Endkampf rockt auf jedenfall, auch wenn die Lokation imo übelst strange und CGI-lastig anmutet.
Also für mich war RP leider ziemlich enttäuschend, auch wenn er ein paar Highlights hat, gibt es derer einfach zu wenige um über die Schwächen hinwegzutrösten, da kann auch Yanin fast nichts mehr rausreißen...auch wenn sie hier schon verdammt cool ist. Für mich bleibt sie auch weiterhin die einzige Hoffnung Thailands.
...Raging Phoenix jedoch gebe ich nur 5/10 Punkten, wobei es ohne Yanin wohl eher 4/10 wären.