Inhalt:
In grossem Maße inhaltlich ausholen muss ja bei der "Serie" nicht - wieder hat ein Mitglied einer Gruppe von Jugendlichen Visionen über künftige Unglücke und es wird versucht mehr oder weniger erfolgreich durch das durchbrechen der Kausalkette die Unglücksserie zu beenden.
Bewertung:
Vorab:
Der Film wurde auf dem Fantasy Filmfest in Frankfurt 2009 in einem speziellen Kino in 3D gesehen. Dies hat sehr positiven Einfluss auf die Bewertung, siehe 3D Exkurs unten.
Für die Fans der Serie gleich auf den Punkt gebracht: Es ist nicht die beste Folge, Teil 1 + 2 sind weitgehend besser, aber er ist deutlich besser als Teil 3. Ausgangspunkt ist diesmal ein Autorennen bei dem das Unheil seinen Lauf nimmt. Im Laufe eines Unfalls erfolgt eine sehr chaotische Situation mit vielen explizit brutalen Tötungen von Zuschauern durch herumfliegende Autoteile ...die Bodycount-Uhr tickt....
Die 4er Gruppe unsere Protagonisten entkommt natürlich aufgrund der entsprechend rechtzeitigen Vision und die Story beginnt in gewohnter Weise. Natürlich agieren die attraktiven Teenies wieder naiv und hölzern und schlecht schauspielerisch vorgetragen wie in allen Folgen. Aber das ist und soll kein Problem sein, 1. wollen wir ja gut und einfach unterhalten werden und 2. gehört dies ja sozusagen auf der Metaebene zum Stilmittel der Serie - wir erwarten also keine grosse tiefgehende Leistung der Beteiligten oder gar emotionalen Tiefgang oder Schauspielkunst.
Schlimm wird es nur wenn dann nach zig Toten Freunden im eigenen Umfeld innerhalb von Stunden die Darsteller dann sogleich frohgemuht auf "das Leben angestossen" oder sehr schnell zur Tagesordnung des normalen Lebens übergegangen wird. Eine sehr unrealistisches Verhalten im normalen Leben, für die Serie aber natürlich überlebenswichtiges Stilmittel in der Dramaturgie. Man kann sich nicht lange mit der Vergangenheit aufhalten, es muss so rasend mit den Ereignissen weitergehen wie bisher. Ein Element der vorrangegangen Folge der "falschen Pfade" der Unglücksursache wenn die`Unfälle anstehen wird wieder geschickt eingesetzt und führt zu schönen Irritationen.
Noch eine gute Nachricht. Die Goreeffekte sind nach meiner Meinung die härtesten der Serie bisher. Da fallen einem nicht nur einmal bergeweise Innereien vor die Füsse, wahlweise verursacht durch herumfliegende Autoteile oder kreative Unfälle im Schwimmbad, Rolltreppen und sonstige Autounfälle. Diese sind gewohnt hochwertig umgesetzt und für meine Begriffe einen Level expliziter als bisher. Dies hilft den Film sehenswerter zu machen.
Es handelt sich also um den gewohnten Trash der Serie, nicht in bezug auf das Budget und Look und Effekte, sondern in bezug auf die dünne Story und die sehr mäßigen Schauspieler die stets versuchen mit grossen, ewig gleichen Kuhaugen das Grauen über die Leinwand zu transportieren.
Wegen den harten Goreeffekten und den teilweise doch kreativen Tötungsmethoden gebe ich eine 6/10. Die doch einzigartige und sehr gut gelungene 3D Version macht noch einen weiteren Punkt aus und so gibt es eine in Nachbetrachtung doch sehr schmeichelhafte 7/10 als Gesamtwertung. Es soll ja auch tatsächlich der letzte Teil sein, schlimm wäre es nicht, das Konzept ist schon sehr ausgereizt.
Für Fans der Serie und Overground-Teenie-Horror mit guten Goreeffekten auf jeden Fall also eine Empfehlung ! Bitte unbedingt in 3D schauen, das lohnt sich auf jeden Fall und merzt einige der o.g. Schwächen indirekt aus ;-))
3D Exkurs:
Die Effekte waren sehr gut gesetzt, bei Unfällen fliegen einem die Teile nur so "ins Gesicht", man zuckt vor allem am Anfang schon ein paar Mal, es wird aber auch nicht übertrieben damit, sonst würde der Reiz schnell kippen. Es gibt auch eine Reihe von schönen Effekten bei dem Gegenstände oder Symbole insbesondere in den Visionen des Protagonisten direkt über dem Kopf des Sitznachbarn im Kino zu schweben scheinen oder kleine Glutteilchen eines Feuers schweben sekundenlang scheinbar schwerelos durchs Kino. Das ist schon sensationell zum Teil, natürlich auch gewöhnungsbedürftig und auch anstrengend für die Augen.