Filmkritik - "Final Destination 4"
So, hier ist er nun. Der neue Ekelfilm, der wieder unzählige Splatterfans und Teenager, die mithilfe der abgezwickten Kinokarte ihre Freunde und PartnerInnen zu beeindrucken versuchen, in die Kinos locken soll. Das ganze läuft nach dem in diesem Filmjahrtausend gern verwendeten "Keine Handlung, dafür foltern, aufspießen und zerstückeln und -Hihi der ist lustig gestorben"-Prinzip ab. Grob gesagt bietet dieser Film das Standardprogramm, was für Anhänger dieser Filmgattung vielleicht ausreicht, für einen "wahren" Horrorfilm zwar genug "Horror", dafür zuwenig "Film" bietet.Zur Handlung: Diese ist schnell erklärt. Der Autor dieser Kritik verwendet bewusst keine Namen, da diese noch während des Abspannes aus dem Gedächtnis des Zuschauers verschwinden, gleich (oder besser gesagt aufgrund) der blassen Charaktere, die aus einer Paarung aus unfähigem Drehbuch und noch unfähigeren Darstellern entstanden sind. Jedenfalls sitzen diese Typen mit ihren Freundinnen bei so einer Rennstrecke und ziehen sich ein Motorsportevent rein. Der eine Typ, der offensichtlich die Hauptrolle im Streifen übernimmt bekommt plötzlich eine Vision, in der er eine schreckliche Folge von Unfällen auf der Rennstrecke vorhersieht. Durch sein spontanes Handeln gelingt es ihm schließlich einen Großteil der Mensch zu retten, bevor die ganze Strecke zum Trümmerfeld wird. Doch der Tod ist nicht kompromissbereit, dafür aber flexibel und denkt sich: "Hey, war wohl nichts. Naja hol ich mir meine Kandidaten eben auf andre Weise" Es geht nicht lange her, da sieht unser Hauptdarsteller (wie war noch gleich sein Name?) den nächsten "Unfall" voraus.Nun gut so geht es dann dahin, da werden über Visionen die Tode von verschiedenen Menschen angedeutet, die man dann mit schönen, tollen Special-Effects (und bei diesem Film auch mit 3D-Brille in ausgesuchten Kinos) genießen kann. Allerdings habe ich diesbezüglich noch keinen Film gesehen, der soviel Dinge dem Zufall überlässt. Ich meine hiermit Situationen, wo eine abgebrochene Autoradioantenne eine Ereigniskette in Gang setzt, die dann in der beinahen Köpfung einer Dame endet.
Der größte Störfaktor sind jedoch die Protagonisten. Alles Sunnyboys mit Waschbrettbauch und dazu ihre Partnerinnen, die natürlich recht emanzipiert wirken und zynisch daherkommen, allerdings dann wieder die treuen Seelen mit dem goldenen Herz raushängen lassen und als Gegenstück zu den männlichen Figuren die nötige Gehirnmasse mitbringen. Friede, Freude Eierkuchen, wir halten zusammen bis in den Tod.
Allerdings gibt es auch Faktoren, die es schaffen, den Film in die vorletzte Schublade hochzukatapultieren. Zum einen wären da die Szenen, die auf ein unvermeidbares Ende hinauslaufen um dann doch letztendlich eine Wendung zu nehmen, zum Anderen sind es die kurzen aber heftigen Schockeffekte, (die leider extrem übertrieben und unreal sind) die doch für die nötige Härte sorgen, ohne aber in lange Quälereien ala "Saw" auszuarten.Lange Rede- kurzer Sinn: Wer die 3 Vorgänger mochte, auf austretende Innereien steht und zu den Leuten gehört, die auch bei Komplettzerstücklungen nicht um einen Lacher verlegen sind, wird den Film gerne ansehen (nicht zuletzt aufgrund des noch recht frischen 3D-Erlebnisses), alle anderen tapferen Filmfreunde können dies von mir aus auch tun, dürfen jedoch ihre Erwartungen nicht zu hoch stecken.