Da der Film eine Quasi-1:1-Wiederverwertung des bereits Gesehenen darstellt, gibt es handlungstechnisch nicht wirklich etwas zu berichten. Das Ganze dreht sich erneut um eine Gruppe von jungen Leuten (der Hauptfokus liegt einmal mehr auf einem Pärchen), die es aufgrund einer mysteriösen Vorahnung eines ihrer Mitglieder schafft dem sicheren Tod zu entgehen, dieses Mal in Form eines gigantischen Crashs auf einer Nascar-Rennstrecke. Fortan sterben sämtliche Leute einer nach dem Anderen, die die Katastrophe eigentlich nicht überlebt hätten.
Vorweg sollte ich schicken, dass ich den ersten und zweiten Teil echt gerne mag. Das Original war damals ziemlich cool (vielleicht war ich auch einfach noch jung genug), die Fortsetzung war in meinen Augen sogar noch einen Tick unterhaltsamer. Was New Line hier ausspuckt stinkt allerdings derart nach reinem Cash-Grabbing, dass es nervt.
Erstens ist der Film vorhersehbar und leidet enorm unter den Abnutzungserscheinungen der recycelten Dauerformel mangels eigener Ideen.
Zweitens sind die stereotypen Figuren und Dialoge so egal, dass man sich sehnlich an vergangene Zeiten erinnert wo das noch nicht so war.
Drittens, und das bleibt wohl das Hauptproblem, trifft der Film nicht mal mit den ach so beeindruckenden 3-D-Effekten ins Schwarze, denn die sehen teils sogar recht billig aus und werden meist derart penetrant und fehlplatziert abgefeuert, dass man schnell gelangweilt ist. Die Eröffnungsszene ist völlig übertrieben und mit Explosionen überladen, die folgenen Todesszenen der Opfer sind einmal mehr von utopisch anmutenden Zufällen gekennzeichnet und bewegen sich weit entfernt von der Cleverness des Originals. Der Film unternimmt allerdings auch keinen nennenswerten Versuch, eine Art von Eigenständigkeit aufzubauen sondern kaut die altbekannte Masche der Vorläufer frei von Überraschungen in recht kümmerlich wirkenden 73 Minuten Nettospielzeit durch und baut (obgleich überladen mit Action und CGI) zu keiner Zeit echte Dynamik auf.
Erst gegen Ende (ich will mal sagen die letzten zehn bis fünfzehn Minuten) offenbart sich ein Fünkchen Spirit und die Sequenz im Kino macht immerhin leidlich Laune und lässt noch ein bisschen Blut spritzen. Doch Tatsache bleibt, dass das quasi nicht existente Drehbuch plus Egal-Figuren plus Selbstzweck-3D den Zuschauer kalt lässt und den Film recht ungeschönt dastehen lässt als das was er ist: eine durchkalkulierte, langweilige und laute Schlachtplatte mit nur wenig guten Kills und null Wiedererkennungswert.
Es gibt ein bisschen was für die Augen und jede Menge Lärm. Ansonsten könnt ihr den hier getrost auslassen. Übermorgen startet trotzdem Teil 5 in den Kinos. Och nö. Hab in letzter Zeit einfach zu viele schlechte Horrorstreifen gesehen...