Die Horrorfilmreihe rund um Funken schlagende Kabel, ominöse Windböen, verschüttete Flüssigkeiten, platzende Bremsschläuche und fahrlässig verwahrte Werkzeuge geht in die vierte Runde und, soviel sei gesagt, hat bis auf plakative 3D-Effekte wenig neues zu erzählen. Diesmal ahnt ein junger Mann die fatalen Folgen eines Unfalles für sich und seine Mitmenschen während eines Autorennens. Diese Ahnung treibt ihn und eine Handvoll Leute aus der Gefahrenzone und rettet ihnen zunächst das Leben. Doch die Logik von Final Destination will es so, dass Vorahnungen bzw. Todesvisionen nicht ins Konzept des Schicksals passen und ein so umgangenes Ableben für ungültig erklärt wird. Für die Überlebenden heißt das, dass sie über Umwege doch noch dran glauben müssen um den nebulösen Todes- bzw. Schicksalsplan nicht durcheinander zu bringen. Das Schicksal ist wohl wirklich ein mieser Verräter und schlechter Verlierer, der nichts unversucht lässt, um so bizarre wie mörderische Kausalketten zu konstruieren, die in splatternden Ergüssen ihre Erfüllung finden.
Die üblich klischeetriefenden twentysomething Charaktere sind kaum der Rede wert: Der chauvinistische Kotzbrocken Hunt (Nick Zano), dessen Tod man wohl sehnlich erwarten soll, steht dem netten aber langweiligen Frauenversteher Nick (Bobby Campo) zur Seite und die zuckersüße Lori (Shantel VanSanten) findet ihr Negativ in der arroganten Janet (Haley Webb). All ihnen werden weder sinnige Dialoge noch jedwede charakterliche Eigenschaften, abseits dieser Stereotypien mitgegeben. Alles ist auf ihre „Unfälle" und ihre spektakulär grausigen Folgen konzentriert. Doch selbst da enttäuscht der Film. Die lang(wierig) vorbereiteten Dominoeffekte lösen sich in immer gleicher Prozedur in eine vermeintlich überraschende, aber stets abstrus blutige Pointe auf. Angesichts dessen, lässt sich nach vier Teilen, auch bei Fans der Reihe, ein Gähnen nur noch schwerlich unterdrücken. Bei aller Kritik muss man dem Film zumindest eine Szene zugestehen (und das ist immerhin eine mehr als beim völlig vermurksten dritten Teil): Wenn der stockbesoffene Nazi-Redneck gerade zugange ist bei der Durchführung eines rassistisch motivierten Hassverbrechens und plötzlich dank Schicksalsdomino plötzlich aus dem Radio Why can‘t we be Friends? von „War" dröhnt, beweist der Film zum leider einzigen Mal, dass man dem Franchise auch mit Humor abseits zynischer Gewaltbespaßung begegnen könnte.