Mit God's Army von Regisseur Gregory Widen, der auch das Drehbuch verfasste, beginnt der Kampf zwischen den Engeln.
Äonen, nachdem der erste Engel (Luzifer) gegen Gott rebelliert hat und von den gottestreuen Engeln in die Abgründe der Hölle geworfen wurde, macht sich erneut Unzufriedenheit unter den Boten des Himmels breit: Gabriel, einer der Erzengel, neidet den Menschen die Liebe und Fürsorge des Herrn und beginnt mit vielen Getreuen einen weiteren Feldzug gegen Gott. Der junge Priesteranwärter Thomas Daggett hat Visionen dieses Konfliktes und kann daher die Weihe zum Priester nicht vollziehen. Jahre vergehen. Gabriel macht sich auf die Suche nach der Seele von Colonel Hawthorne, einem perversen Ex-Offizier, der im Koreakrieg wie ein wildes Tier unter den Einheimischen wütete und jüngst verstorben ist, um mit Hilfe seiner Seele den Himmel zu erobern. Bevor er ihn jedoch findet, hat ein anderer Geflügelter, Simon, die Seele bereits entnommen und dem kleinen Indianermädchen Mary eingepflanzt. Gabriel gibt jedoch nicht auf und tötet auf der weiteren Suche nach der Seele nicht nur Simon. Unterstützung findet er dabei durch Menschen, die er kurz nach ihrem Tod „zurückholt“ und quasi als Zombie für sich arbeiten lässt.
Das Auffinden des toten Engels Uziel, eines Getreuen von Gabriel, ruft Thomas Daggett auf den Plan. Er hat die Kirche hinter sich gelassen und ist inzwischen Ermittler bei der Mordkommission. Er macht sich auf in die Wüste und trifft auf Katherine Henley, Marys Lehrerin. Sie hat Gabriel bereits getroffen und macht sich große Sorgen um ihren kleinen Schützling: Mary ist krank und murmelt wirres Zeug über Massaker an Koreanern. Als Gabriel in die Offensive geht, fliehen Thomas und Katherine mit Mary in ein abgelegenes Indianerreservat....
Großer Pluspunkt des Filmes ist ohne Zweifel Christopher Walken, der als Erzengel Gabriel, mit Charisma sowie Präsenz voll auf überzeugt und bezeichnenderweise auch in den beiden Fortsetzungen dabei ist. Die restlichen Darsteller sind dagegen eher nur solide, wobei Elias Koteas klar abfällt gegenüber seinem Gegenpart. Immerhin lässt sich Viggo Mortensen, der mit Herr der Ringe später zu Weltruhm gelangen sollte, kurz blicken um seine Klasse zu zeigen. Dazu kommen noch ein paar schöne Bilder, die entsprechend der Thematik viel von kirchlicher Symbolik geprägt sind, sowie eine gesunde Härte.
So bleibt die größte Schwäche die langatmige Inszenierung, denn Tempo und damit die Spannung kommen sehr gedrosselt herüber. So reicht es im ganzen für lockere 6 Punkte. <!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_240928_204307_159.sdocx-->