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Der kleine Jesse muss in einem Vergnügungspark eine Jugendstrafe abarbeiten. Dort freundet er sich mit dem Killerwal Willy an und bringt ihm Tricks bei, doch vor Publikum hat das Tier keine Lust auf Spielchen. Den Besitzer freut das ganz und gar nicht.
Free Willy war damals ja beinahe ein Pflichtprogramm für die ganze Familie. Das ergreifende Schicksal des Meeressaugers (das im wirklichen Leben ja alles andere als glücklich verlief) und seines jungen Freundes Jesse spielt sich zwar im typischen Disney Stil und war ein echter Kinomagnet, aber zumindest ich hatte ein großes Problem mit dem Film. Dieses nennt sich Jason James Richter, also der Jesse Darsteller, und ist ein Möchtergerncooler, rebellischer Kinderdarsteller sein, aber ich hatte die ganze Laufzeit das Bedürfnis, ihn an die Beckenwand zu klatschen. Da hat man zwar gute Darsteller, wie Michael Ironside oder Michael Madsen, aber läßt sie einfach zu wenig zur Geltung kommen.
Das Öko und Tierschutzbotschaft ihren Platz haben war klar, aber immerhin wird diese noch relativ dezent serviert. Auch die glasklare Gut/Böse Struktur und die kitschige Vorhersehbarkeit der Story sind von vornherein einkalkuliert. Sehr gelungen dafür sind die Tieraufnahmen. Wal Keiko macht einen Klasse und darf am Ende, wie auf dem Kinoplakat, über einen Damm in die Freiheit springen, nur eben bei der Wahl seiner Freunde sollte er deutlich sorgfältiger sein.
Als Familienstreifen ist Free Willy absolut brauchbar, da ist meine Meinung einzelner Charaktere unerheblich. Mir hat der Rotzlöffel die Show ordentlich versaut. In der Fortsetzung wird die Nummer leider genau so nochmal durchgezogen. Dickes Kompliment aber nochmal an Keiko, tolle Show, R.I.P.
4/10

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