Review

Später Italo-Western von Lucio Fulci, der mit "Django - Sein Gesangbuch war der Colt" bereits in den 60ern einen wirklich passablen Genre-Beitrag ablieferte.

Obwohl ich mich durchaus als Freund dreckiger, pessimistischer Italo-Western bezeichnen würde, wurde ich von "Verdammt zu leben - verdammt zu sterben" etwas enttäuscht: Hätte doch die geschaffene Ausgangssituation jede Menge Raum für nachdenkliche bis zynische Dialoge, interessante Charakterstudien und atmosphärische Bilder/Momente geboten, wird das Potential kaum ausgeschöpft. Das Drehbuch scheint mehr auf einzelne bösartige Szenen bis hin zu bis zum geht nicht mehr ausgereizten, aber dennoch schwach inszenierten Rührseligkeiten zu setzen denn auf durch eine entsprechende Atmosphäre begleitete Spannungsschraube, die bis zu einem furiosen Showdown unerbittlich angezogen wird und den Zuschauer im wahrsten Sinne des Wortes "erschossen" zurücklässt (wie es beispielsweise ein Sergio Leone perfekt verstand).

So wird Fulcis Werk seinem verheißungsvollen Titel nicht wirklich gerecht und bietet höchstens solide Genre-Kost.

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