Na vielen Dank, mit dem angenehmen Schlaf heute Nacht hat es sich dank diesem super-deprimierendem Film erledigt. Ich habe schon viele Endzeit Filme gesehen, aber wirklich keiner hat mich bisher so fassungslos gemacht wie "The Road". Permanent bekommt man eine graue Landschaft geboten, die jeden noch so großen Optimisten in ein tiefes Depri-Loch ziehen dürfte und das allein nur beim Anblick. Es geht um einen Vater der mit seinen Sohn "nach Süden" geht, auf der Suche nach Essen und noch wichtiger : Hoffnung. Die Welt ist zerstört, es existieren scheinbar nur noch wenige Menschen, davon sind die Meisten kannibalische Barbaren geworden. "Der Vater" traut Niemanden und so kommt es immer wieder zu schrecklichen Konflikten, auch mit seinem eigenen Sohn. Von allen Endzeit Streifen die ich bisher gesehen habe ist dieser nicht nur der deprimierenste sondern auch der Ruhigste von seinem Erzähl-Stil her. Die meiste Zeit sieht man nur Vater (grandios gespielt von Viggo Mortensen) und Sohn wie sie umher irren und immer wieder auf die ein oder andere Person treffen (in tollen Nebenrollen : Robert Duvall, Charlize Theron und Guy Pearce). Untermalt wird das ganze mit einem tot-traurigem Piano-Stück, welches jetzt noch Gänsehaut auf meiner Haut hinterlassen hat. Am Ende ist man dann einfach nur fassungslos und tot unglücklich. Der Film ist einfach grandios, er pauschalisiert nicht unnötig das ganze Endzeit-Szenario, sondern konzentriert sich immer konsequent auf die zwei Hauptprotagonisten.
Fazit : Wer gerne mal wieder einige Tränen los werden will, sollte sich umgehend The Road angucken. Ein schwer verdauliches Meisterwerk, mit grandiosen Darstellern, toller Musik und einem irren Schauplatz.
9,5/10