The Road (2009)
Kein Action-Reißer, kein Gemetzel, wenig Blut - keine selbstgebastelten Fahrzeuge, keine Einzelgänger-Action, keine Donnerkuppel!Dafür: Eindrucksvolle Bilder und ein glaubhaftes Szenario, dessen Ursache in Vergessenheit geraten ist!
Ein Mann und sein Sohn (fantastisch gespielt von Viggo Mortensen und Kodi Smit-McPhee) ziehen über einen post-apokalyptischen Planeten, der deprimierender und realistischer nicht dargestellt sein könnte. Diese Erde liegt nicht etwa im sterben - nein - sie ist seit Jahren tot! Keine Pflanzen, keine Tiere. Die Vegetation rottet vor sich hin oder vergeht in einem gigantischen Inferno am Horizont. Warum? Danach fragt schon lange niemand mehr.
Jede Sekunde des Films ist glaubhaft inszeniert und zieht den Betrachter in eine Welt, die man sich so lieber nicht wünscht. Sie bietet keine verklärte Endzeit-Romantik oder One-Man-Action. Von Sequenz zu Sequenz scheint der Film an Farbe und Hoffnung zu verlieren und sich in ein alles umgebendes grau zu wandeln, dass den Tod als einzige und erstrebenswerte Konsequenz formt! Schon nur dadurch hebt sich der Film weit von anderen gängigen Endzeit-Streifen ab. Ruhig und in teils sehr langen Einstellungen wird die Katastrophe spürbar gemacht - Übergegner gibt es nicht, was zählt ist die Suche nach Nahrung! Und wenn jedes Tier verendet ist und jede Pflanze eingegangen ist, scheint den letzten Überlebenden alles Essbare recht zu sein. Da erscheinen ein hilfloser Vater und sein Sohn auch schon mal als Festtagsmenü!9/10 Punkte (Abzüge wegen kleinerer Logikfehler und Längen)