Review

Sehr düsteres, postapokalyptisches Gesellschaftsdrama, welches auf dem Bestseller Corman McCarthys ("No Country for old Men") beruht.

Düster ist die Geschichte, düster ist auch die Inszenierung, es herrschen dunkle, gräuliche Farben vor, die die Auswegslosigkeit bekräftigen.

Die darstellerischen Leistungen sind gut (Smit-McPee) bis sehr gut (Mortensen).

Auch wenn es die Story vermuten lässt, die Gewalt wird oft nur angedeutet und spielt sich (zum Glück) größtenteils im Kopf ab, vordergründige oder gar selbstzweckhafte Gewaltdarstellungen wären fehl am Platze und hätten der Ernsthaftigkeit nicht gut getan. Der Film ist in erster Linie Drama und kein Action- oder gar Splatterfilm.

Die Bilder bleiben nachhaltig in Erinnerung und zeigen nachvollziehbar auf, wie dünn doch das Mäntelchen der Zivilisation sein kann bzw. dürfte. Selbstlosigkeit und Nächstenliebe oder gar Unschuld sind im Überlebenskampf eine Illussion und denjenigen vorbehalten, die keine Verantwortung übernehmen müssen oder wollen.

Die Menscheit stirbt, wie sie es hier offensichtlich nicht anders verdient hat: leise, emotionslos, ohne Moral und Werte.

Das Ende enttäuscht leider, da das SPOILER offene "Happy-End" einfach nicht passt.

Im Kino dürften die (ruhige) Bildersprache vermutlich besonders überzeugen.

7/10

Details
Ähnliche Filme