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Es ist schon zwei Jahre her, seitdem Jesse dem zahmen Orca Willy zur Freiheit verhalf. Doch dann kommt es zu einem unerwarteten Wiedersehen. Als ein Öltanker in Havarie gerät, schweben Willy und seine neue Herde in akuter Lebensgefahr. Jesse eilt mit anderen Leuten zu Hilfe, doch nicht jeder meint es gut. Ein skrupelloser Tierhändler hat es auf den Wal abgesehen und nun steht die Frage im Raum, kann Jesse Willy erneut retten?

Nach dem großen Erfolg der Orca Mär war eine Fortsetzung eigentlich nur eine Frage der Zeit. Willy ist jetzt in Freiheit und paddelt zusammen mit seiner Familie glücklich in einer großen Bucht umher. Wie es der Zufall (und sein indianischer Freund) so will unternehmen Jesse und seine Familie einen Camping Ausflug just in diese Gegend, so daß es zu einem emotionalen Wiedersehen der beiden Helden aus dem ersten Teil kommt. Die wesentlichen Darsteller sind erneut wieder mit an Bord, allerdings mit ein paar kleinen aber unfeinen Ergänzungen zum bisherigen Cast.
Mit der Love Story der beiden Teenager hätte ich ja noch einigermaßen leben können, allerdings hielt es ein Sadist von Scripter für notwendig noch einen 8-jährigen Rotzlöffel der Marke unausstehlich einzufügen. Jesse´s Mom segnete leider das Zeitliche und so vererbte sie ihren zweiten Sohn mangels anderweitiger Verwandtschaft an Jesse´s Pflegefamilie. Allein schon für den Namen Elvis und seiner ständigen Lügerei erinnerte ich mich wieder, warum ich Kinderdarsteller so liebe und wollte dem Gör einfach nur pausenlos ins Gesicht klatschen (sorry, aber das mußte jetzt raus).
Ansonsten bleibt die bewährte Familienunterhaltung, wobei die Kiddie Abteilung klar im Vordergrund steht, während die Erwachsenen eher die Nebenrollen bekleiden. Die Handlung im eigentlichen Sinne startet auch erst ab Halbzeit, als der Öltanker Leck läuft, davor gibts hauptsächlich Familienkram, Anflüge von einer Romanze und eben die Vorstellung von diesem Elvis Balg. Die Öko Message gibts dabei natürlich gratis dazu (paßt hier aber immerhin besser rein als in manche Seagal Filme) und als der Ölfilm die Willy Familie bedroht kommt auch noch ein Schuß Dramatik mit hinein.
Der Ablauf ist dabei natürlich stets vorhersehbar und das Happy End schon vorgegeben. Die Optik der Landschaft und natürlich der Meeresäuger sieht prima aus, aber der Film dürfte hauptsächlich Jugendliche begeistern. Persönlich hätte ich sehr gut ohne die neuen Charaktere Nadine und Elvis leben können, aber ich gehöre ja auch nicht zur Zielgruppe. Für unbeschwertes Family Entertainment aber ganz gut geeignet.
4/10

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