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Durch die Erderwärmung werden immer größere Flächen in Polarregionen frei. Ein Wissenschaftler, gespielt von Val Kilmer, der voller Überzeugung für den Umweltschutz eintritt und sein Team sind in eben diesen Gebieten mit Forschungsarbeiten beschäftigt und stoßen auf eine gefährliche, insektenartige Spezies, die in ihren ehemaligen Wirtstieren im Eis überlebt hat. Prompt suchen sich die Parasiten die Forscher als neue Wirte, die binnen kürzester Zeit erkranken und sterben. Zum gleichen Zeitpunkt treffen die Tochter des leitenden Wissenschaftlers und eine Gruppe Studenten an der verlassenen Basis der Forscher ein.

Die Story klingt alles andere als neu und unterm Strich ist "Frozen" auch nicht allzu einfallsreich ausgefallen, was nicht heißt, dass der Film schlecht wäre. So ist "Frozen" durchgehend eine düstere Atmosphäre zu attestieren, die Regisseur Mark A. Lewis, der hier seinen ersten größeren Film abliefert, bereits sehr früh erzeugt. Die Abgeschiedenheit der Forschungsstation, das Gefühl der ständigen Bedrohung, durch die zunächst unbekannte und auch weiterhin beinahe unsichtbare Gefahr, werden dabei perfekt genutzt um einen bedrohlichen Grundtenor aufrecht zu erhalten, der den Film durchaus über weite Strecken zu tragen vermag. Dabei werden ein paar relativ ekelhafte Body-Horror-Sequenzen eingestreut, die die Atmosphäre unterstreichen und immer mal wieder Höhepunkte setzen, so kann man "Frozen" handwerklich keinen Vorwurf machen.

Dafür findet der Plot ohne weiteres auf einem Bierdeckel Platz und bietet zunächst einmal relativ wenige Überraschungen, wobei die Begründung für das Auftreten der tödlichen Parasiten durchaus annehmbar gelungen ist. Im weiteren Verlauf gibt es ebenfalls wenig zu bemängeln, zumal die Charaktere zumindest oberflächlich konstruiert werden und das Finale am Ende zumindest teilweise ein wenig unkalkulierbar daherkommt. Dabei hätte man sich wohl einen Gefallen getan, wenn man auf die überzogene Ökobotschaft verzichtet hätte.

Darstellerisch wird dabei Versiertes geboten. Martha MacIsaac löst ihre Aufgabe überzeugend, füllt ihre Rolle ebenso wie ihre Kollege Aaron Ashmore sehr sympathisch aus und hinterlässt keinen Grund zur Beschwerde, wobei sie die Angstzustände ihrer Figur überzeugend darstellt und auch am Ende glaubhaft zeigt, wie diese über sich hinauswächst. Darüber hinaus sei noch gesagt, dass auch die restlichen Teenie-Darsteller ihre Rollen gelungen auf die Leinwand bringen und Val Kilmer in seiner Nebenrolle ebenso überzeugt.

Fazit:
"Frozen" erfindet das Genre freilich nicht neu, weiß aber mit seiner dichten Atmosphäre, seiner handwerklich gelungenen Inszenierung und seinem ordentlichen Cast über weite Strecken gelungen zu unterhalten, auch wenn wenig Überraschendes geboten wird und die oberflächliche Ökobotschaft ein wenig nervt.

68%

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