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Der Berufspokerspieler Michel Gerfaut bringt das Opfer eines Verkehrsunfalls in das nächste Krankenhaus. Gerfaut weiß nicht das der Verletze das Opfer eines Mordanschlags ist und gerät somit selber in die Schusslinie der Killer.

„Killer stellen sich nicht vor“ ist das was man einen intelligenten Thriller nennen kann… kann? nein muss! Jacques Derays 1980 entstandener Film hat nämlich eine ganze Menge zu bieten und dieses gelingt dem Film ohne ein dickes Auftragen von spektakulären Actionszenen. Deray setzt auf eine eher ruhige Vorgehensweise und stellt den Zuschauer vor unvollendete Tatsachen. Dieses ist so geschickt angelegt, dass der Zuschauer niemals weiß was im nächsten Moment passieren wird. Umso besser treffen die wenigen Actionmomente ins Schwarze.

Als Reiseleiter dieser interessanten Vorgangsweise fungiert ein exzellenter Alain Delon. Delon ist in der Rolle des Michel Gerfaut ein undurchsichtiger Einzelkämpfer, der aus der Defensive heraus agiert und das Heft nach und nach in die Hand nimmt. Wie der gesamte Film ist die Handlungsweise von Delon nicht vorhersehbar. Sein Part ist dem eines bluffenden Pokerspielers gleichzustellen. Dazu wird eine passende klassische Musik eingesetzt die dem Film einen weiteren Hauch von französischem Flair gibt und diese Würze zur perfekten Mischung werden lässt.

Jacques Deray gesamter Film ist die Geschichte eines Mannes der eigentlich ohne jeglichen Grund in die Schusslinie skrupelloser Killer gerät. Sein Nichtwissen wird für die andere Seite zur Tarnung und lässt Michel Gerfaut für diese immer gefährlicher erscheinen.

Der Film weiß weiterhin durch einige fiese und gemeine Pointen zu gefallen. „Killer stellen sich nicht vor“ schert sich einen Dreck um Moral und amerikanische One-Man-Action. „Killer stellen sich nicht vor“ setzt auf Intelligenz und einen eigenen Stil. Ganz großes französisches Kino mit einem brillanten Alain Delon.

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