Review

MEDIUM:

Das Bild ist sehr gut und immer hochwertig auch in den schwierig beleuchteten Phasen. Der Ton ist transparent aber zurückhaltend. Es sind keine besonderen Extras vorhanden.

FILM:

Ein Film mit rund 10 Personen in nur einem Raum der über 90 Minuten lang fesseln soll, spannend ist und ein logische Story mitbringt ? Das dies möglich ist haben schon andere Filme bewiesen. EXAM scheitert zwar nicht an dieser Aufgabe, bringt aber einige Schwächen mit und so wird der Film die Seher gewiss polarisieren.

Die Story ist einfach: 7 Bewerber sind in die Endrunde der Auswahl zu einem Traumjob gekommen. In einem geschlossenen Raum werden sie von einem Aufseher in die wenigen und einfachen Regeln eingeführt und einem Wärter bewacht um in den nächsten 80 Minuten eine einzige Frage zu finden auf die es nur eine Antwort gibt. Wer sie löst hat den Job gewonnen. Das Problem ist nur, dass die ausgeteilten Fragebogen keine Frage enthalten. Die Bewerber versuchen nun zusammenarbeiten um die Frage zu finden und die Uhr läuft gnadenlos von 80 Minuten runter...

Das ganze ist erst der Anfang und man sollte hier natürlich nicht zuviel verraten um die Spannung nicht zu nehmen. Man sollte schon Zugang haben zu Geschichten dieser Art mit einem scheinbar absurden Anfangsszenario a la CUBE & Co. sonst wird man den Film gnadenlos ablehnen wie dies einige Seher sicher tun. Wenn man sich jedoch einlässt auf das Gezeigte kann man dem Film durchaus spannende Momente abgewinnen ohne jedoch tatsächlich einen wirklich grossen Wurf zu erleben.

Die Auflösung zumindest an die Frage zu kommen und das Rätsel zu lösen wird ca. in der Mitte des Films dem Seher quasi mit dem Dampfhammer vor die Füsse geworfen und damit ist einige Spannung weg. Tatsächlich schafft der Film es aber durch 2 weitere Twists den Zuschauer am Ende doch noch etwas durchzurütteln und hält ganz nette Auflösungen parat.

Die Schauspieler sind allesamt nicht wirklich bekannt und machen ihre Sache allerdings ganz gut. Die deutsche Synchro kann man bei einigen Schauspielern kaum anhören und sollte ggfs. auch den Originalton mit UT umschwenken. Das oben beschriebene filmische Szenario kann natürlich nur mit diversen Story Twists am Ende noch funktionieren und dabei kommt es dann zum Schwur, ob das Drehbuch etwas taugt oder ob das Gezeigte an den Haaren herbeigezogen wurde.

Im Falle von EXAM hält sich Spannung und Abneigung in etwa die Waage. Überzeugen kann das ganze dennoch nicht wirklich und man fragt sich ob es die ca. 101 Minuten wirklich wert war. Wer also auf solche Rätselfilme steht wird sicherlich seine Spannung daraus beziehen. Freunde gepflegter Blockbuster Thriller, Dramen oder Horrorfilme ohne Hang zum leicht absurden werden wie schon gesagt den Film eher ablehnen.

6/10 Punkten

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