Review

Eine billige Kopie von dem Schulactioner " Boy Soldiers " von 1991, welcher sich damals auch schon an vielen Die Hard Elementen bediente. Kein anderer als Jim Wynorski führt hier Regie. Der allergrößte Witz, das Ding bekam sogar noch eine Art Fortsetzung Mit Demolition U.

Inhalt:
Lenny Slater ist in der Bronx großgeworden und ist Gewalt gewöhnt. Nun ist er an einer neuen Schule im ruhigen Mayfield. Doch eines Tages stürmen Terroristen die Schule, welche vorher eine neuartige Rakete geklaut haben. Sie nehmen viele Schüler als Geisel und richten die Rakete auf das Atomkraftwerk. Lenny bleibt mit zwei Anderen unentdeckt und nimmt den Kampf auf, währenddessen bezieht die Polizei draußen Stellung und der Chief ist Lennys Vater.

Die Story ist völliger Quatsch, ein neuartiges gefährliches Raketensystem wird nur von 5 Sicherheitsbeamten bewacht und das Ganze ist dann noch in einer billigen Holzkiste verpackt. Da gibt es noch ein Haufen mehr grobe Schnitzer die ich hier gar nicht weiter aufzählen will, denn da wäre ich in 2 Stunden noch am Schreiben. Die Terroristen stellen sich an wie Idioten, können nicht schießen, gehen nicht in Deckung wenn auf sie geschossen wird usw. Der absolute Abschuss ist hier das FBI. Diese sind der Gipfel der Dummheit, die Agentin Dugan sieht aus wie eine Prostituierte und schreit dauernd: "Ich hab hier das Kommando" stellt sich dabei jedoch so was von dämlich an, eine absolute Lachnummer, vor allem ihre Versuche die Geiseln zu befreien. Wenn das FBI wirklich so vorgehen würde, wäre halb Amerika schon erschossen worden.

Was man dem Schrottfilm lassen muss, ist das er wirklich prima unterhält und vor allem dass man sich oft das Grinsen nicht verkneifen kann, natürlich unfreiwillig. Action ist immerhin recht viel geboten, langweilig wird es nicht. Man bekommt ein paar sehr blutige Einschüsse geboten. Die Szene wo der Terrorist in die Kreissäge rutscht, oder Lenny Kugelschreiber in den Feuerlöscher packt und dann abschießt sind recht nett erdacht, tragen zumindest zur Belustigung bei. Bei der Action insgesamt kann man Regiesseur Jim Wynorski eigentlich keinen Vorwurf machen und man muss das sehr beschränkte Budget beachten. Die Explosionen wurden aus anderen Filmen radikal zusammengeklaut und das sieht man auch, weil sie dermaßen schlecht sind. Auch ein absoluter Witz ist die Rakete, sieht wie ein Plastikbausatz aus, was es wahrscheinlich auch war. Auch als man sieht wie die Rakete fliegt, das könnte heute jeder Anfänger an seinem Heim PC besser machen.

Bei der Kulisse gibt man sich gar keine Mühe, es gibt auch keine schönen Bilder zu bewundern, man lässt dies einfach außer Acht. Der Score ist von der billigsten Sorte und damit sehr eintönig. Die Darsteller sind zum Teil unter aller Sau, mag aber zum Teil auch wieder an der absolut nicht gelungenen deutschen Synchro liegen. Corey Haim gibt als Lenny eine passable Figur ab, aber glaubwürdig ist er bei weitem nicht. Man hat sich hier absolute C-Darsteller ausgesucht und Leute die man wahrscheinlich irgendwo auf der Straße entdeckt hat.

Fazit:
Billiger Boy Soldier Nachklapp. Miese Darsteller, mäßige Inszenierung und eine Story wie sie schlechter fast nicht mehr geht. Trotzdem passable Action und kann recht gut unterhalten.

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