Schon wieder so eine dicke Überraschung. Ich kannte bisher nur das Cover von Dread. Logischerweise erwartete ich dadurch wieder den typischen "Torture-Porn" ala Hostel und SAW. Doch mir wurde ganz schnell das Gegenteil bewiesen. Dread ist nämlich weder ein Folter noch ein Horrorfilm. Der Film ist ein reiner Psychothriller mit ziemlich unheimlicher Atmosphäre. Drei Studenten machen ein Filmprojekt für ihre Uni und befragen einige Leute nach ihrer größten Angst-Erfahrung. Und genau darum geht es die ganze Zeit um diesen Film : Angst! Der Film stellt dem Zuschauer vielerlei Fragen, wie zum Beispiel : Was kann die Angst aus einem Menschen machen? Wie verändert sie ihn? Wie groß ist der Spagat zwischen Angst und Panik? Wie wird man die Angst am besten los? Mit solchen und noch viel mehr Fragen beschäftigt sich dieser Film. Denn sogar die 3 Studenten (2 Jungs 1 Mädchen) haben alle ihre ganz persönlichen Angsterfahrungen. Dummerweise ist einer von ihnen etwas geschädigter als die anderen Beiden. Schließlich eskaliert das ganze und dem Zuschauer werden wirklich grausame und fast unaushaltbare "Therapie-Methoden" präsentiert. Obwohl der Film kaum Tote hat, ist der Film wirklich super brutal, aber eher seelisch als körperlich, obwohl es auch einige körperlichen Schockmomente gibt (Beispiel : "Ohren-Szene"). Und am Ende gibt es dann den Supergau und als Zuschauer ist man einfach nur noch schockiert über das, was man da gesehen hat. Da wurden bei mir persönlich umgehend Erinnerung an den ebenfalls packenden "Eden Lake" wach.
Fazit : Wer schon immer wissen will, was die Angst alles mit der Psyche des Menschen anstellen kann, sollte sich DREAD umgehend rein ziehen. Absolute Geheim-Empfehlung aus der Videothek!
8,5/10