Eine Insel mit zwei Schergen
Über manche Filme lohnt es sich nicht viele Worte zu verlieren. "Fear Island" ist so ein Fall. Bei weitem nicht gut genug um Absätze zu füllen, nicht zum Haareraufen schlecht, einfach nach der nächsten Mahlzeit schon vergessen. Der US-TV-Thriller beweist, dass nicht nur deutsche Direct-To-TV-Produktionen unbrauchbar sind. Er handelt von einer Gruppe Jugendlicher, die zusammen in ein schickes Haus auf einer Insel fahren. Dort werden sie von einem mysteriösen Killer drangsaliert, der die Partystimmung schnell kippen lässt...
Nicht nur der Titel "Fear Island" klingt generisch, der Film ist eben genau das. Er verlässt sich auf einen halb so wilden finalen Twist ala "Usual Suspects", der jedoch absehbar ist und keinen hinterm Ofen hervorlockt. Das Setting ist öde, die Kills blutleer und die Darsteller allesamt in der Nähe von unterirdisch. Vor allem Haylie Duff ist ganz schwer zu ertragen und sie als einzige Überlebende, was schon von Anfang an klar ist, da der Film in Rückblenden erzählt wird, ist frustrierend und nervig. Seinen TV-Look legt der Film nie ab und er könnte auch gut eine weitere DTV-Fortsetzung von "Ich weiß was du letzten Sommer getan hast" sein. Mitraten tut man im Endeffekt doch und ein paar unfreiwillige Lacher retten die Chose vom Fließband.
Fazit: TV-Horror-Fast Food, das man sich nur antut, wenn beide Beine gebrochen sind, das Thermometer auf 30 Grad klettert und die Fernbedienung im anderen Zimmer liegt. Ein Lückenfüller bei Netflix & Co. Wenn man den skippt, verpasst man rein gar nichts. Selbst als Horror-Allesgucker.