Die Apokalypse ist nah. Chaos regiert. Die Angst vor dem Untergang der Welt hat bisher einen großen Vernichtungsschlag verhindert. Über den Städten und in den Straßen tobt der Krieg. Ein Krieg, den keiner erklärt hat. Er ließ die Städte in Flammen aufgehen. Keiner löscht mehr die Brände in dieser Welt ohne Hoffnung. Der Rauch der Zerstörung zieht in die Häuser und wird zum allgegenwärtigen Zeichen des kommenden Endes. Wer nicht im Krieg "Alle gegen Alle" kämpft, stürzt sich in leere Vergnügen und lässt seinen Leidenschaften freien Lauf. Mehr als je zuvor werden Raoul und Raphaela, Abkömmlinge der oberen Zehntausend, mit der Unausweichlichkeit dieses irdischen Schicksals konfrontiert, als sie eine bizarre Ausstellung moderner Kunst im Loft des undurchsichtigen Furio und seiner Freundin Kiddy besuchen. Die Nacht wird zur Odyssee aus Gewalt und abnormer Leidenschaft, das isolierte Loft zum infernalischen Äquivalent der untergehenden Welt und ihrer deformierten Gesellschaf (OFDB - Inhaltsangabe)
Von einer Apocalypse, wie sie hier umschrieben wird merkt man leider nichts, denn das ganze wird eben in diesem Text am Anfang des Filmes bloss angesprochen. Danach beginnt der Film direkt in dem Loft, in der die besagte Kunstaustellung stattfindet. Der wohlhabende Pinkel, etwas notgeil angehaucht will ersteinmal vollkommen gierig eine Nummer mit seiner Barbara auf dem Klo schieben. Mehr Zwang als freier Wille geht dieser Akt zustande und so merken die beiden kaum, dass sie im Visier einer Bande sind. Eine Bande voller gewaltbereiter Irrer, die die beiden über Nacht im Loft einsperren und quälen. Das wars zum Eigentlichen der Sache, die Story oder wie auch immer man das nennen mag. Und wo ist jetzt der Sinn dahinter. Die Rache der freien anarchischen Gang an dem wohlhabenden Jungen, oder wie? Klassenkampf? Ja, schön und gut, leider fehlt dabei allerdings jeder Verstand und vorallem jegliches Motiv, da reicht es eben nicht, wenn man Anfangs soeben mal verkündet, dass in Deutschland die Apokalypse nah ist. So quält man sich eben durch sinnlose und auf bedeutungsschwanger getrimmte Dialoge und sieht sich vollkommen schlecht inszenierte Folterszenen, Demütigungen und Schläge an. Einzig toll ist dabei die recht verstörende Synthimucke, aber das rettet den Film natürlich in keinster Weise, vorallem weil die Darsteller eben auch noch vollkommen hölzern und unglaubhaft spielen. Wer GZSZ hasst, weiss was ich meine. Diese deutsche Produktion hätte sicherlich gut Ansätze gehabt, doch die versteckt der Film sicher irgendwo in seinem angeblich künstlerischen Aspekt. Recht unvorteilhaft auch, dass sich das Ganze bloss in diesem seltsamen Loft abspielt. Klar, die Opfer werden dort gefangen gehalten, aber viel mehr als sinnloses Gebraddel und hin und hergelaufe kommt dort dann auch nicht bei raus. Was auch immer dieser Film aussagen wollte, es geht unter. Meist in der vollkommen sinnlosen Gewalt, die keinerlei Motiv kennt. Wenn sich ein Film schon als Drama versucht, dann sollte auch wenigstens die Gewalt darin begründet sein. Ja, gut es herrscht Krieg, der Kerl isn Bonze, aber leider reicht das auch hier nicht aus. Also schaltet wir unser anspruchsvolles Hirn aus und fixieren uns eben vollkommen triebgeleitet auf selbstzweckhaften Splatter. Manchmal recht dufte und hübsch anzusehen, aber dann doch zu unexplizit, um über den dilletantischen Mist drumherum hinwegzutäuschen. Da hilft es auch nichts, wenn sich irgendwann das Blatt wendet und die vermeintlichen Chaoten massakriert werden.
Fazit:
Ein Film ohne Sinn und Verstand, deren künstlerischen Aspekt ich leider nirgends finden konnte. Sicherlich durchaus interessant, wenn man sich vehement darüber Gedanken machen würde, doch leider ist Inszenierung und Darstellung so unglaubhaft, dass es einfach bloss nur noch langweilt. Ich rate ab.
26%