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Nun wissen wir auch, warum man sich nicht wie die Axt im Walde verhalten sollte, denn das macht der Titel dieser deutschen Amateurproduktion von Beginn an deutlich.
Viel mehr Spaß kann man innerhalb von knapp 20 Minuten Laufzeit also kaum haben, vorausgesetzt, man tritt mit einem Faible für ausgemachten Trash, einschließlich lachhafter Effekte an die Sache heran.

Da während der kompletten Handlung keine Namen fallen, ist es müßig, eine Hauptfigur zu erwähnen, zumal ohnehin kaum geredet, sondern nur ein wenig gegrölt oder laut gestorben wird.
Dabei sticht die Bildverfremdung in Form einer Grindhouse-Qualität natürlich sofort ins Auge, auch wenn diverse Krissel und Filmstreifen an mancher Stelle etwas unausgegoren eingesetzt werden, kann durch dieses Element einerseits über schlechte Schnitte hinweggetäuscht werden und andererseits wird die Tatsache kaschiert, dass die Geschichte im austauschbaren Wald um die Ecke stattfindet.

Handlungstechnisch ist ohnehin nicht viel am Start. Ein paar Typen im Wald feiern, trinken Bier, Grillen und dergleichen, bis die Killertische aus Rache für einen gefällten Baum in Erscheinung treten und für einen angenehm hohen Bodycount sorgen.
Was in diesem Zusammenhang für latentes Schmunzeln und einige Lacher sorgt, ist die Umsetzung einiger Effekte, wie ein fahrendes Auto in die Waldlandschaft hinein kopiert, einige Explosionen (am Heim-PC erstellt) und die Laiendarsteller, die teilweise arg mit dem Unterdrücken eines Lachflashs zu kämpfen haben. In einer Szene hört man sogar noch jemandem im Hintergrund brabbeln, der mit genau dieser Einstellung offensichtlich zufrieden scheint.

Alles auf Anfängerniveau könnte man also meinen, doch seitens der Kamera und einiger Splattereffekte sind zumindest Leute am Werk, die in etwa wissen, wie so ein Gemetzel auszusehen hat. So gibt es einen Pflock im Bauch, einen Armschuss, dazu abgetrennte Gliedmaße und das Ausspucken einiger Blutkapseln, wobei die Nachvertonung für zusätzliche Brüller sorgt.
Auch der obligatorische Abschlussgag fügt sich gut ins Geschehen ein.

Man muss also wissen, worauf man sich bei „Angriff der Killertische“ einlässt, denn es handelt sich um ein reines Fun Projekt von einigen Kumpels, die mit sichtlichem Spaß ein wenig die Sau durch den Wald treiben. Aufgrund der knappen Laufzeit absolut kurzweilig, auch wenn sich im Grunde nur geballte Hirnlosigkeit abspielt.
6,5 von 10

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