Review

Mumbojumbo meets Miami

Von „Headhunter“ hatte ich mir im besten Fall eine billigere Variante bzw. zumindest Vibes von sowas wie „Angel Heart“, „Candyman“ oder Cravens „The Serpent & The Rainbow“ erhofft - doch die Wahrheit sieht, ohne direkt zu Vollgrütze zu verkommen, leider noch ein ganzes Stück trüber aus, wenn wir in diesem glitschigen B-Copthriller-Horror-Mashup durch die Augen eines Polizistenduos einer einschneidenden Mordserie an Nigerianern in Miami folgen… 

Die Panne im regen Hoden 

„Headhunter“ ist genauso generisch und plump wie sein Titel. Eine ganz schöne Schlaftablette… Miami bekommt als Schauplatz kaum Zeit zu scheinen, es würde mich nicht wundern, wenn gar nicht dort vor Ort gedreht worden wäre. Das ungleiche Copduo ist mal ein Mann und eine Frau, das auch noch ohne echtes erotisches Knistern - lobenswert! Und erst ganz am Ende darf der Voodoowahnsinn endlich alle Bremsen rausnehmen und ganz kurz fast schon in „Evil Dead“-Gefilde abdriften. Aber wirklich nur ganz sporadisch und minimal. Mit eineinhalb Augen zugedrückt. Oder eben schon zugefallen. Denn bis dahin ist das ein einlullendes bis unverschämtes Fest des Auf-der-Stelle-Tretens. Hier geht äußerst wenig. Hier ist sehr viel sexistisch und rassistisch. Hier fehlen Tempo, Hightlightverteilung über die gesamte Laufzeit und Balance. Und hier habe ich überraschend wenig Spaß gehabt. Trotz netter Ansätze. Und meiner Lieblingsstadt in den USA. 

Steck den Kopf nicht in den Sand (von Miami) 

Fazit: Copkrimi trifft Voodoomischmasch… Keine allzu launige Vorstellung! 

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