Mein hundertstes Review
Sein Erstling "Bad Taste" gilt unter allen Fans mittlerweile als einer der großen Höhepunkte modernen Horrors: eine Blut-und-Gedärme-Komödie, die den Rahmen herkömmlicher Invasion-aus-dem-All-Filme sprengte. Sein zweiter Streich "Meet the Feebles", die irrwitzigste, abgefahrenste Puppen-Parodie aller Zeiten: eine Muppet-Show der Perversionen und Abartigkeiten. Danach griff der an Halloween geborene Kult-Regiesseur Peter Jackson tief in die Trickkiste und kreierte DEN SPLATTERFILM überhaupt: "Braindead".
Neusseeland 1957: Der junge Lionel lebt noch immer bei seiner herrschsüchtigen Mutter. Als er sich mit der heißblütigen Paquita, Tochter von spanischen Einwanderer, im Tiergarten verabredet, folgt ihm seine eifersüchtige Mama, doch währende sie das Söhnchen observiert, geht ein auf "Skull Island" gefangener Rattenaffe auf sie los und schlägt seine Zähne in ihren Körper. Sie stirbt an dem Biss, doch ihr "Leben" geht weiter - als mordlüsterner Zombie! Ihr Biss verwandelt andere Menschen in ihresgleichen, und der arme Lionel versucht nach außen den Schein zu wahren, indem er all diesen Kreaturen in seinem Haus Unterschlupf gewährt. Bis Lionels gemeiner Onkel Wind davon kriegt und ihn erpresst...
An diesem Splatter-Feuerwerk wird kein Freund des blutigen Horros vorbeikommen. Allerdings gehören starke Nerven schon zur Grundvoraussetzung, denn auch wenn Jackson seinen ultimativen Zombie-Schocker als Komödie inszenierte, heißt das nur, dass er ein makabres Spiel treibt mit zerfetzten Körpern, geschmackslosen Ideen und blutig-bizzaren Metzeleien. Eine derart überdrehte Häufung solcher Szenen hat es selbst in "Tanz der Teufel" und "Re-Animator" nicht gegeben. In "Braindead" wird ein Genre konsequent bis zum Aüßersten getrieben - auf einen derart hohen Gipfel, dass wohl nichts mehr den Effekte-Pegel noch steigern kann. Aber man weiß ja nie...