Tja, was soll man zu diesem Meisterwerk des blutigen Geschmacks noch sagen? Braindead stellt die Krone des modernen Splatterfilms dar und ist trotzdem (oder vielleicht auch gerade deswegen) mit Slapstickeinlagen garniert, die genauso wenig subtil daherkommen wie die Splatterszenen. Es ist daher durchaus passend, dass die Hauptrolle mit einem der Topkomiker Neuseelands besetzt wurde. Irgendwie schaffte es Regisseur Jackson sogar, eine funktionierende Liebesgeschichte in diesen witzigen Blutreigen zu integrieren, die vermutlich in jedem anderen Film kitschig gewirkt hätte - hier jedoch wirkt sie suckersüß und legitimiert die drastische und höchst fragwürdige Verhaltensweise Lionels nachhaltig. So was kann nur nachvollziehbar sein, wenn die wahre Liebe auf dem Spiel steht....
Der Ideenreichtum des späteren "Herr der Ringe"-Regisseurs und die professionelle Umsetzung ist für einen vergleichsweise günstig produzierten Film beachtlich. Hier gibt es nur wenig zu bemängeln: Da wäre einerseits der etwas lächerliche CGI-"Rattenaffe", der den ganzen Wahnsinn auslöst und andererseits die durch bestimmte Aufputschmittel stark gewachsene und degnerierte Mutter Lionels im Finale des Films. Bei letzterer Szene kopiert Peter Jackson sich selbst, da eine ähnliche Szene auch im Finale seines genialen Erstlings "Bad Taste" zu finden ist.
Jammern auf derart hohem Niveau tut dem Genuss dieses Films aber keinen Abbruch - selbst in der geküzten Fassung des Films, welche in den frühen 90ern im Kino lief, erwies sich der Film als Schenkelklopfer der besonderen Art.
Fazit: Absolute Empfehlung für alle, die a) über einen harten Magen verfügen und b) Humor à la "Die nackte Kanone" zu schätzen wissen.
9/10 Punkte