Braindead... diesen Namen hat jeder der auch nur im Entferntesten etwas mit Horrorfilmen am Hut hat schon mal gehört. Berühmt berüchtigt ist er wegen seines extremen Blutverbrauches, doch ist er wirklich nur darauf zu beschränken???
Ich finde NEIN, denn obwohl die Splatterorgie am Ende wirklich alles toppt ist es eben nicht alles. Dieser Film strotzt vor groteskem (und blutigem/rabenschwarzem) Humor. Die Friedhofszene mit dem Pfarrer und dem Zombie der nach und nach die Gliedmassen verliert erinnert doch stark an „Die Ritter der Kokosnuss“. Das Highlight in Sachen Slapstick ist allerdings die „Baby im Park Szene“. Es ist einfach zum Brüllen komisch wie schwierig ganz normales Babysitting zur Hölle werden kann wenn das Baby ein Zombie ist.
Wie es passieren konnte, dass dieser Film beschlagnahmt wurde ist mir noch immer ein Rätsel. Wer diesen Film ernst nimmt sieht auch „3 Engel für Charlie“ als realistischen Agententhriller an. Ok... man könnte bei Braindead das Argument der Gewaltverherrlichung gelten lassen.
Besonderen Respekt lasse ich Timothy Blane zukommen. Es muss ein Scheißjob gewesen sein sich mehrmals ihm Kunstblut nahezu ersäufen zu lassen. Die anderen Akteure machen ihren Job ebenfalls sehr gut, wobei man bei derartig überdrehten Figuren keinen Realismus in der Darstellung erwarten kann.
Das einzige was man vielleicht bemängeln könnte ist Peter Jacksons „Stop-Motion-Ratte“, die deutlich besser hätte werden können. Aber das will ich ihm mal durchgehen lassen, denn irgendwie ist mir ein handgemachtes und nicht ganz perfekt gelungenes Monster noch lieber als ein lieblos mit dem Computer erschaffenes.
Zum Rest der Effekte kann man eigentlich nur eins sagen: Hervorragend!!! Sie sind sowohl erstklassig gemacht, als auch äußerst ideenreich.
Fazit:
Der Fun-Splatterfilm schlechthin! Bei keinem anderen Vertreter des Genres ist der Blutverbrauch so hoch und mir fällt auch kein anderer Film aus diesem Genre ein bei dem ich so herzhaft gelacht habe.
Glatte 10 von 10 Punkten