Review

In einem unbekannten Land fangen Zoologen einen sogenannten Rattenaffen, ein geheimnisvolles, tödliches Tier, das Überträger eines Virus ist, der Menschen in Zombies verwandelt. Dies muss schon bald Lionel erfahren, dessen Mutter im Zoo von dem Wesen angegriffen wird, als sie ihren Sohn heimlich bei dessen ersten Date beobachtet. Muttersöhnchen Lionel kümmert sich zu Hause rührend um seine Mutter, kann sie aber nicht retten und sie stirbt. Oder auch nicht, denn Ruckzuck steht sie als Untote wieder auf den Beinen und enthauptet, beinahe, eine arme Krankenschwester, die bald darauf ebenfalls zum Zombie wird. So geht das Spielchen munter weiter, bis Lionel das Haus voller Untoten hat, die im betäubten Zustand bald von Lionels schmierigen Onkel entdeckt werden, der hinter dem Haus der vermeidlich toten Mutter her ist. Onkel Lester erpresst Lionel mit dem "Leichenpfund" und bekommt so das Haus, in dem noch am selben Abend Einweihungsfete gefeiert wird, an dem später auch die Untoten teilnehmen und die Partygäste nach und nach in Zombies verwandeln. Doch zum Glück findet Lionel seinen Rasenmäher...

Oskarpreisträger Peter Jackson, mittlerweile durch die Verfilmung der LoTR Trilogie weltberühmt geworden, inszenierte 1992 diesen absolut grandiosen Horror- Splatter- Spaß. Schon in den ersten Minuten zeigt Jackson was den Zuschauer in seinem Film erwartet. Derber Splatter, garniert mit (schwarzem) Humor. Ein Zoologe wird gebissen und dadurch infiziert. Also trennt man ihm das angenagte Körperteil (in dem Fall die Hand) ab. Mist, da ist noch ein Kratzer, also noch mal mit der Axt drauf usw. Wer darüber nicht lachen kann und nur angeekelt wegschaut sollte den Film ausmachen, denn es wird noch "schlimmer". Was Jackson da teilweise für Ideen hatte ist wirklich bemerkenswert und überrascht immer wieder aufs neue. Da essen Lionel und seine schon langsam verfaulende Mutter gemeinsam mit zwei Gästen zu Mittag und es wird auch Pudding serviert, wo fluchs Eiter aus der Wunde der Mutter reinplumpst, den der Gast mit wohne mitverspeist. Klingt ekelig, ist aber zum Brüllen komisch. Genau wie der Karatepriester der Zombiehalbstarke auseinander nimmt oder das Mittagessen mit Speiseröhren Fütterung. Die Gagrate ist dabei genau wie die Splatterrate enorm hoch und es gibt Szenen bei denen man aus dem Lachen gar nicht mehr heraus kommt, z.B. die Szene mit dem Zombiekind im Park, die übrigens völlig ohne Splatter auskommt. Highlight des Films ist aber natürlich die Party in Lionels Haus, wo das Blut wirklich Hektoliterweise fließt und die Körperteile nur so durch die Gegend fliegen, bzw. rutschen. ;)
Die Qualität der Effekte ist dabei bis auf Ausnahmen (der Stop-Motion, Knetgummi Rattenaffe) enorm hoch und die Splattereffekte können absolut überzeugen, wenn gleich sie aufgrund der übertriebenen, leicht comichaften, Inszenierung nicht real wirken und auch einiges von ihrem "Schrecken" verlieren. Schockeffekte gibt es aber dennoch ein paar, in denen Jackson ein gutes Gespür für Timing zeigt. Allerdings ist der Film ganz klar auf gute Splatterunterhaltung und nicht auf Spannung und Horror ausgelegt.
Berühmt wurde der Film natürlich durch die "the party is over" Rasenmäherszene und die ist wirklich so cool wie immer zu hören ist. Der Kunstblutverbrauch steigt hier natürlich noch mal ins unermessliche, ganz zur Freunde des Splatterfans.
Die Schauspielerische Leistung ist in so einem Film natürlich nur Nebensache, daher sei nur kurz noch erwähnt, dass die Schauspieler ihre Sache ziemlich gut machen. Sogar richtig gut ist der Akteur in der Rolle des schmierigen Onkel Lester.
Fazit: DER ultimative Partyfilm. Ein paar Freunde, vielleicht ein bissel Bier und ab geht die Post. Geniale Splatterkomödie mit tollen Effekten. Gute Laune ist garantiert. (es sei den man hat einen allzu schwachen Magen ;) ) 9/10

Details
Ähnliche Filme