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Freddy Krueger kehrt zurück! Und im Schlepptau hat er dieses mal seinen geistigen Vater Wes Craven, der sich beim dünnen Vorgänger vollkommen zurück gezogen hatte und nun wenigstens das Skript wieder beisteuerte und auch als ausführender Produzent fungierte. Und so ist der dritte Teil, um den "traumhaften Schlitzer", auch wieder wesentlich besser geworden und kann sich fast schon mit dem genialen Original messen.

Storymäßig geht es jedenfalls spürbar bergauf. Während man sich beim Vorgänger, als Zuschauer, lange Zeit durch viele lächerliche Dialoge quälen musste und dadurch der aufkeimenden Langweile kaum entkommen konnte, wurde hier nun die Geschichte vom Original weitergeschrieben und das mit einer spürbaren Freude und mit vielen guten Ideen, die man sich bei einem Horror-Streifen dieser Art nur wünschen kann. Vor allem die Tatsache, dass sich der Horror dieses mal nicht nur aufs Finale beschränkt, sondern wirklich im ganzen Film präsent ist, macht diese Horror-Geschichte zu eine der Besten in der Freddy-Reihe. Die üblichen Krankheiten wie Unlogik und Storylöcher sind zwar auch hier vorhanden, doch im Großen und Ganzen fallen sie deutlich weniger ins Gewicht, als noch bei Teil 2!

Aber nicht nur Mr. Craven kehrte hier zurück, auch der Original-Score probiert sich wieder dazwischen zu mogeln. Zwar wird er auch hier noch vergleichsweise wenig angespielt, doch der geneigte Freddy-Fan hört ihn schon heraus. Und auch der restliche Score mag gefallen und eine wohlige und schaurige Atmosphäre aufbauen.

Zu verdanken ist die prickelnde Atmosphäre aber nicht nur dem Score, sondern auch der fabelhaften, äußerst stimmigen Inszenierung. Die Alpträume der Figuren sind zumeist höchst opulent ausgestattet worden und vollgestopft mit allerlei fröstelndem Schnickschnack. Da hätten wir z. Bsp. eine Riesenschlange mit Freddy-Kopf oder auch riesig wirkende Kulissen wie z. Bsp. dem Heizungskeller in Form eines nicht enden wollenden Labyrinths! Dazu der optimale Einsatz bester Farbfilter (vorzüglich rot), die den Zuschauer ebenfalls zum Zittern bringen.

Dazu kommen dann noch die brillanten Schockeffekte und die derben Mordsszenen, die sich ebenfalls sehen lassen dürfen. Am meisten hervor zu heben ist dabei der Marionettenlauf, in dem Freddy sein Opfer an Stricke aus der Menschenhaut des Opfers hängt, und der heftige Kill mit dem Kopf in der Glotze. Äußerst kreativ geht Freddy dieses mal vor, was dem Horror-Freak wirklich Freude machen dürfte und ihn zu keiner Sekunde langweilt. Bravo!

Was die Darsteller angeht, wird allerdings "nur" Standardkost geboten. Zwar sind mit Heather Langenkamp, der Nancy aus Part 1, John Saxon, als Vater von Nancy, der jungen Patricia Arquette und einem smarten Laurence Fishburne, einige bekannte Gesichter mit an Bord, doch wirkliche Bäume reisen sie allesamt nicht aus. Aber nun gut, es handelt sich hierbei schließlich um einen Horror-Streifen und dafür reichen die gezeigten Leistungen dann doch allemal!

Fazit: Gelungener 3. Teil der Freddy-Saga, mit einem ordentlichen, Ideenreichen Horror-Skript, einer wunderbar atmosphärischen Inszenierung und wirklich herrlichen Schock- und Mordszenen. Nach dem grandiosen Original definitiv der beste Teil der Reihe, dessen Qualität bei den künftigen Sequels dann leider nicht mehr ganz erreicht wurde. Wenn man sich also nur die zwei besten Freddy-Streifen anschauen möchte, dann sollte dies unbedingt der Zweite sein!

Wertung: 8/10 Punkte

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