Ja, nun hab ich auch den 3. Teil der „Nightmare on Elm Street“-Reihe gesehen. Im Untertitel heißt es: „Freddy Krueger lebt“ – ebenso wie im Untertitel des 6. Teils der Konkurrenz-Horror-Reihe „Freitag der 13.“ („Jason lebt“); sehr einfallsreich also in zweierlei Hinsicht.
Zumindest ist „Nightmare on Elm Street 3“ besser gelungen als sein mieser Vorgänger.
Zur Story: Die junge Kristen hat Alpträume von Freddy und wird nach einem Selbstmordversuch in eine Jugendpsychatrie eingeliefert. Dort hat auch so ziemlich jeder Altersgenosse von ihr die gleichen Probleme und nach und nach beginnt das Sterben erneut. Die kleine verbliebene Gruppe stellt sich ihrer Angst und nimmt den Kampf mit Freddy auf…
Der Film ist wie schon gesagt besser als sein Vorgänger und das vor allem aus 3 Gründen: mehr surreale Traum- und Actionszenen, bessere Darsteller und mehr Freddy.
Wie Freddy die besagte Gruppe im Traum heimsucht ist origineller (z. B. als Schlange auffressen oder als Marionettenspieler vom Dach fallen lassen) und expliziter herausgearbeitet als im mauen „Nightmare 2“. Es werden auch pikante Details aus Freddys Vergangenheit und über Freddy`s Mutter (!) enthüllt, was den Film auch in Sachen Handlung vorankommen lässt (und sich nicht wie „Nightmare 2“ auf bloßes Gemetzel beschränkt). So ist die Szene auf dem Schrottplatz äußerst gespenstisch geraten und auch sonst kann „Nightmare 3“ mit seiner Grusel-Atmosphäre punkten. Wie in Fortsetzungen von Horrorfilmen üblich, gibt es auch hier zu viele Längen und der Film kann nicht über die gesamte Länge überzeugen und ist streckenweise zäh. Man hätte das Drehbuch noch etwas straffen können und müssen. Deutliche Schwächen in dieser Hinsicht sind allzu erkennbar, weswegen das Tempo des Films teils sehr gebremst wird und langweilt.
Die Besetzung kann sich durchaus sehen lassen: Patricia Arquette („True Romance“, „Stigmata“) überzeugt als Hauptdarstellerin Kristen, Robert Englund als Freddy und Laurence Fishburne („Matrix“) als Pfleger. Am kuriosesten und unlogischsten der Auftritt von Heather Langenkamp in ihrer Rolle als Nancy Thompson – sie war schon vor dem 2. Teil gestorben. Aber egal, irgendwie lebt sie halt doch noch… naja. Auch deren Filmvater aus dem 1. Teil ist noch einmal mit dabei und darf Freddy`s Überreste ausbuddeln.
Alles in Allem ein akzeptabler Neuaufguß des Originalfilms mit allzu deutlichen Drehbuch-Schwächen, aber zumindest durch zahlreiche surreale Traumsequenzen teilweise unterhaltsam. Darstellerisch allerdings auf ziemlich hohen Niveau.