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Nachdem Kristen Parker von ihrer Mutter mit aufgeschnittenen Pulsadern im Badezimmer gefunden wird, gibt es für diese nur noch eine Möglichkeit: Eine stationäre Therapie. In der Klinik werden speziell schlafgestörte Kinder behandelt. Wie auch die anderen Patienten wird Kristen selbst in ihren Träumen von Freddy Krueger heimgesucht. Doch auf der Station glaubt man nicht an übersinnliche Ursachen für die Störungen der Teenager. Eines Tages taucht jedoch Nancy Thompson als Therapeutin in der Klinik auf. Als Überlebende des ersten Teils schenkt sie den Geschichten der Kinder Glauben. Zusammen machen sie sich auf, Krueger ein für allemal das Handwerk zu legen...

Im dritten Teil der "Nightmare" - Reihe tritt der Grusel hinter der Action und den Effekten zurück. Verantwortlich für Story und Drehbuch war hier noch einmal Wes Craven, Regie führte Chuck Russell.
Trotz geringerem Spannungsfaktor macht jedoch auch "Nightmare on Elm Street 3" viel Spaß. Dies liegt vor allem an der Inszenierung der Traumsequenzen, die teilweise an eine rasante Geisterbahnfahrt erinnern. Im Gegensatz zu den beiden sehr düsteren und ernsten Vorgängern wird hier mit viel mehr Ironie zu Werke gegangen. Auch verändert Freddy ständig sein Äußeres, was den Spezialisten für Effekte einen guten Nährboden zum Ausleben ihrer Fantasien bietet. Und genau diese Effektgewitter sind es auch, die den Film so unterhaltsam machen.

Unter den Schauspielern befinden sich ein paar hochkarätige Stars, die allerdings in "Nightmare 3" relativ farblos bleiben. Neben der jungen Patricia Arquette fällt besonders der Name Laurence Fishburne auf, der hier als Krankenpfleger zu sehen ist. Zudem ist mit Heather Langenkamp wieder ein bekanntes Gesicht aus dem ersten Teil mit dabei. Auch John Saxon hat eine Nebenrolle bekommen. Genial ist wie immer Robert Englund als Freddy Krueger, der in diesem Teil erste Züge an Zynismus und Ironie an den Tag legt.

Die Spannung bleibt bei dieser Achterbahnfahrt der Effekte wie eingangs erwähnt leider ein bißchen auf der Strecke. Somit ist "Nightmare on Elm Street 3" auch kein ernster Horrorfilm, sondern eher angenehmer Grusel. Sehr gut gelungen jedoch ist die Weiterführung der Handlung. Der Zuschauer erfährt viel über Freddy selbst. Die Idee, den Teenagern besondere Fähigkeiten in ihren Träumen zu verleihen, um gegen diesen bestehen zu können, erweist sich ebenfalls als sehr unterhaltsam, wenn sie auch für einen Großteil des Spannungsverlustes verantwortlich ist.

Die Musik ist thematisch wieder an die Vorgänger angelehnt. Mit "Dream Warrior" haben Dokken einen Song zu Soundtrack beigesteuert, der von der damaligen Rock - und Metal - Begeisterung zeugt. Ansonsten bietet der Score gewohnte Kost.

Insgesamt ist "Nightmare on Elm Street 3" bei weitem nicht so originell und spannend wie die beiden Vorgänger, macht aber aufgrund der tollen und fantasievollen Effekte immer noch eine Menge Spaß.
7/10 Punkte

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