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Der Asia-Bond!

Connerys fünfter Auftritt ist zugleich sein schwächster, was hauptsächlich an der spannungsarmen Geschichte liegt. Er wirkt müde und hat sichtlich nicht soviel Spaß wie bei seinen ersten drei Auftritten. Auch die anderen Darsteller zeigen nicht grade Enthusiasmus. Nichtsdestotrotz sind beispielsweise die Kulissen oder die berühmten Gimmicks, hier ein Mini-Flugzeug, wunderbar in Szene gesetzt.

In „You only live twice“ geht es um entführte Raumkapseln der Russen und Amerikaner, die sich gegenseitig verdächtigen sollen und so ein dritter Weltkrieg ausbrechen soll. Hinter der Sache steckt natürlich keiner der beiden, sondern wieder die Verbrecherorganisation SPECTRE, dessen „Nummer 1“, Ernt Stavro Blofeld, sich in seiner geheimen Station in einem Vulkan im fernen Osten versteckt. Der vermeintlich tote James Bond wird losgeschickt, um die geheimnisvollen Ereignisse zu erkundschaften.

Blofeld bekommen wir am Ende des Films endlich mal zu sehen, hier gespielt von Donald „Loomis“ Pleasence. Sein Auftritt ist allerdings nicht unbedingt erwähnenswert, er gehört zu den schwächeren Bad Guys. Er wirkt einfach nicht so bedrohlich wie ein Goldfinger bzw. Largo oder ist so humorvoll wie die beiden ihm folgenden Blofeld-Darsteller. Akiko Wakabayashi & Mie Hama als Bondgirls wissen auch nicht so sehr zu überzeugen wie ihre Vorgängerinnen.

Die Schauplätze sind schön, allerdings nicht sehr zahlreich. Schade, waren sie doch eine der klaren Stärken des Films. Der Showdown im Vulkan fängt gut an, wird aber ähnlich wie der Krieg unter Wasser bei „Thunderball“ schnell langweilig. Aufgrund seines Alters wirken solche Versuche, einen Monster-Showdown abzuliefern heutzutage leider eher unfreiwillig komisch, als überzeugend und atemberaubend.

Es bleibt ein akzeptabler Beitrag zur Serie, insgesamt aber einer der Schwächeren. Der wunderbare Soundtrack gehört aber auf jeden Fall zu den Besten! (6,5/10)

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