Review zu Man lebt nur zweimal (1967)
Man lebt nur zweimal befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 16 von derzeit 26 Plätzen.
Man lebt nur zweimal ist im Ranking der Connery-Bonds auf Platz 5.
James Bond: Man lebt nur zweimal ist der Fünfte von derzeit 26 veröffentlichten Kinofilmen und Sean Connerys fünfter Auftritt als 007.
Worum geht es in Man lebt nur zweimal ?
Eine amerikanische Raumkapsel wird im All geklaut – Die Amerikaner verdächtigen in bester „Kalter-Kriegs-Manier“ die Russen. James Bond befindet sich derzeit in Hongkong und wird „getötet“ - Als „Toter“ hat er freie Hand und nur wenig Zeit, in Japan die Hintergründe hinter dem Diebstahl aufzudecken, bevor sich ein erneuter Atomkrieg anbahnt. Dafür lernt Bond nicht nur den Leiter des japanischen Geheimdienstes Tanaka kennen, er wird auch zur Tarnung selbst Japaner mit Ehefrau Kissy Suzuki in einem kleinen Fischerdorf.
Was halte ich davon ?
Der Roman ist einer meiner Favoriten – Der Film ist jedoch ein wenig davon entfernt, auch wenn ich die japanische Kultur in Filmen sehr mag (Black Rain oder auch Last Samurai zählen zu meinen Lieblingsfilmen) – so kommt der Charme der japanischen Kultur im Film nicht so gut zur Geltung, wie es im Roman der Fall war. Die Haupthandlung der Romanvorlage weicht hier einem abgehobenen WW3-Anzettelplot und führt erstmals den bis dahin gesichtslosen Blofeld als Mastermind hinter diesem Plan ein. Donald Pleasance wirkt als Blofeld jedoch im Gegensatz zu Goldfinger genau wie Largo als nicht wirklich bedrohlicher Gegner. Er wirkt hier etwas unnahbar und distanziert – und ich frage mich, ob das erkennbare Make-Up zur Narbe am Auge ungewollt oder Absicht ist. Hans und Mr. Osato verkommen in der Handlung auch zu typischen Handlungsgehilfen von Blofeld – wohingegen Helga Brandt ein wenig wie eine Kopie von Fiona Volpe wirkt.
Das Setdesign von Ken Adam ist jedoch wieder der Hammer, Der ausgehöhlte Vulkan ist so unglaublich detailreich und lebendig in die Handlung eingebunden worden, so dass es Spaß macht.
Auch eine Sache, die ich mich bei meiner Erstsichtung von „Man lebt nur zweimal“ gefragt habe ist, ob diese Landesequenz bei dem Diebstahl der russischen Raumkapsel wirklich dem damaligen Topstand der Filmtechnik entsprochen hat – zum derzeitigen Zeitpunkt wirkt das doch sehr antiquiert und nicht mehr zeitgemäß.
Connery ist wieder durchaus routiniert bei der Sache – man merkt aber, dass sich hier ein Abschied andeuten könnte.
Das alles ist jedoch Kritik auf sehr hohem Niveau – Man lebt nur zweimal ist unterhaltsames Bondkino und dennoch empfehlenswert.
Das Rating von Man lebt nur zweimal beträgt 006/007 !
8/10