Horrorstreifen um genmanipulierte Affen.
An der Küste Mexikos stürzt ein Flugzeug über einer Insel, die Sperrzone ist. Auf dieser Insel wüten Killerpaviane, die alles Lebende auf der Insel töten. Die Rettungstruppe engagiert Affenkenner Frank Brodite (Ron Perlman) der vor Jahren schon mal auf der Insel war. Doch keiner von ihnen außer Brodite weiss, was sie erwartet. Anfangs verläuft alles problemlos und das Rettungsteam versteht nicht so ganz, warum Brodite Unmengen Waffen mit sich schleppt. Kurz bevor es Nacht wird, findet man die reiche Milliardärstochter und einen Geschäftsmann. Sie sind die einzigen Überlebenden. Doch auf dem Rückmarsch greifen die Affen an und langsam aber sicher geht die Munition zu Neige. Zurück am Strand muss man feststellen, dass das Boot weg ist. Da versucht man sich in einem Labor zu verschanzen.....
Abgekupfert ist die Story eindeutig von „Jurassic Park“, „die Insel des Dr.Moreau“ oder Predator. Überraschende Handlungsverläufe sind nicht vorhanden. Alles läuft schön klischeevoll ab, so das der Zuschauer von vorneherein weiss, was als nächstes passiert. Einzig der erwartende Grossangriff der Paviane lässt auf sich warten. Leider macht eine gute geklaute Story bei weitem noch keine gute und wenn sie von noch so exzellenten Vorbildern kopiert wurde. Im Grunde nicht mehr als der typische Horrorquatsch, den man wöchentlich neu in der Videothek findet.
Bei der Musik hat man sich völlig im Ton vergriffen. Statt spannender temporeicher Musik, wird in dem Film schwülstige Musik serviert, die wohl perfekter für einen billigen Erotikthriller gewesen wäre. Aber in einem Tierhorrorfilm hat sie gar nichts zu suchen.
Einzig und allein Ron Perlman als saufender, schweigender Teilzeitheld kann hier ein wenig Stimmung aufkommen lassen, auch wenn ich beim besten Willen nicht verstehe wieso er dem Trupp nicht gesagt hat, was sich auf der Insel befindet. Natürlich gibt es dann auch vor Klischees triefende Figuren wie der Geschäftsmann der geopfert wird, der mexikanische Retter der mit`ner Wumme in der Hand stirbt und den Möchtegernboy und Anführer des Rettungsteams. Von der Millionärstochter mal ganz zu schweigen. Die Kampfszenen, wenn man das so nennen kann sind langweilig, schnell geschnitten und unscharf, so dass man ja nie mehr als ein blutiges Paviangebiss sehen kann. Auf jegliche Todeskämpfe mit den Viechern wird also nervend aus dem Weg gegangen. Auf Details wird komplett verzichtet. Hier und da ein blutiges Detail hätte dem Film aber gut getan. Doch da hat es wohl doch am Budget gemangelt. Weiter wird vor allem der nervende Blitzlichteffekt ausgereizt, dass man schon bald glaubt sich auf einer Oscarverleihung zu befinden, wo aber dieser Film gewiss nie landen wird. Nervige Charaktere (die rumheulende Präsidententochter), die man am liebsten den Affen vorwerfen würde, runden den schlechten Eindruck ab. Rätsel gibt der Film aber auch auf: Wieso sehen die Schürfwunden nach dem Absturz schon aus, als wären sie mit Jod behandelt worden? Wie kommt man mit einem Rettungsfloß ohne Paddel von der Insel? Oder wieso schafft es ein schwerverletzter Mann den Affen zu entkommen, während ein Gesunder es nicht schafft? Unlogik en masse.
Nur Alienkiller Ron Perlman kann aus dieser Möchtegernschauspielerriege herausragen. Als schweigsamer abgehalfterter Jäger macht er eine recht gute Figur. Ich frage mich nur, ob die Rollenwahl zufällig war, da er selbst Ähnlichkeit mit den Viechern hat (man bedenke seine Affenszene in Alien 4). Vor allem sein cooler Abgang am Ende hat mir gefallen oder sein furchtloses Auftreten gegenüber den Affen. Auch wenn er nicht die Klasse sonstiger Leinwandantihelden erreicht, ist seine Darstellung dennoch über B.Movie Niveau.
Fazit:
Billiger Affenhorror mit schlechten Effekten und einer x mal kopierten Story. Einzig Ron Perlman macht hier eine gute Figur.