House on Sorority Row- US DVD Elite Entertainment
Ja, die guten alten 80ziger, unzählige Slasher haben sie zum Vorschein gebracht und dabei wirklich so ziemlich jedes Thema bis zum Erbrechen ausgeschlachtet. Ob nun Freitag der 13., Halloween, der 1. April, Valentinstag, der Abschlussball, oder sogar Weihnachten, kein einziges Datum blieb von irgendwelchen Grausamkeiten verschont. Wer sich in diesem Genre glaubt auszukennen, der sollte sich mal "Going to Pieces" zu Gemüte führen und wird zu seinem Erstaunen feststellen, dass es mit den bekannten Urgesteinen wie Halloween und Freitag der 13. noch lange nicht abgetan ist. Es sind nicht nur ein paar Filme die da folgten, sondern es sind Hunderte. Die Liste der 80ziger Slasher ist sehr lang und schwer überschaubar, weshalb es zu Weilen äußerst schwer fällt die "Schwarzen Schafe", wovon es so einige gibt, rauszufiltern. Es bleibt nichts anderes übrig als sich die Filme auf gut Glück anzusehen, wobei ich leider schon allzuoft eingebrochen bin und mich mit solchen Gurken wie "Night of the Demon" herumärgern musste. Kennt man den harten Kern dieser Filme ist es wohl die Hoffnung endlich mal wieder Glück zu haben, die einen vorantreibt und immer wieder dazu bringt, einen kurzen Blick auf das Halloween Poster zu werfen, zu hoffen dass das bevorstehende Filmabenteuer wenigstens ansatzweise die Qualität dieses Klassikers aufweist, dann das Licht auszumachen und voller Hoffnung auf die Leinwand des Homekinos zu starren.
Dieses mal hatte ich Glück, den "House on Sorority Row" ist einfach klasse. Eine Gruppe junger Studentinnen möchte ihren Semesterabschluss feiern und dabei selbstverständlich ausgiebig saufen, kiffen und sich die Sehle aus dem Leib rammeln. Doch die böse und geistesgestörte Hausverwalterin Mrs. Slayter macht den ungezogenen Damen ständig einen Strich durch die Rechnung und versucht jegliches Anzeichen von Spass in "Ihrem" Haus zu unterbinden. Dabei ist ihr jedes Mittel recht und sie provoziert den sündigen Haufen so lange bis es schließlich zum obligatorischen Streich von Seiten der Mädchen kommt, was natürlich mit einem Unfall und dem Ableben der bösen Mrs. Slayter endet. Aber ist sie wirklich tot? Noch am selben Abend findet die Semesterabschlussparty statt und ein unheimlicher Killer beginnt die Partygemeinde unaufhaltsam zu dezimieren. Bis zu Ende des Films bleibt unklar ob die böse Mrs. Slayter aus ihrem nassen Grab auferstanden ist oder nicht. Ist es ein Geist oder doch ein realer Killer? Wer die Antwort auf diese Frage haben will muss sich den Film bis zum Ende ansehen und wird dabei so manche Überraschung erleben.
Im Grunde genommen klingt alles nach einem 0815 Slasher, aber weit gefehlt, denn hier stimmt einfach alles. Die Darsteller wissen zu überzeugen und langweilen nicht mit dämlichen Dialogen, der Film bleibt durchweg äußerst spannend und hat kaum überflüssige und in die Länge gezogene Passagen, die Story ist mit einem doppelten Boden versehen und läßt den Zuschauer lange Zeit im wahrsten Sinne des Wortes im Dunkeln tappen und zu dem gibt es auch noch teils sehr blutige Morde zu sehen.
Fazit: "House on Sorority Row" ist eine Perle aus den 80zigern, ein Slasher mit Niveau der auf ganzer Linie zu überzeugen weiß und den Zuschauer fesseln kann.
Meiner Meinung nach einer der besten Slasher der 80ziger Jahre; ein echter Geheimtip!
Schade das dieser wertvolle Beitrag zum Slashergenre nie in Deutschland erschienen ist!
Die US-DVD ist in jedem Falle annehmbar, was Bild und Tonqualität angeht.
9/10