Inhalt:
China oder Korea..., in einer früheren Epoche. Ein Dorf wird von einer Gangster-Bande terrorisiert, die Menschen werden unterdrückt, die Frauen missbraucht. Die Anführer der Bande sind Boss Chow Chung (Lee Jae-Yeong aka Lee Jai-Young), und Chan Ching (Kwon Seong-Yeong, in den Credits: Ronny Chan).
Chu Kei (Benny Tsui) ist ein junger Mann, der immer zu dödeligen Mätzchen aufgelegt ist, er bezieht von den Gangstern Prügel. An seiner Seite ein Bettler, er erweist sich später als ein Meister des KungFu, er ist der "White Cane Beggar" ("Eagle" Han Ying). Später kommt noch eine taffe, junge Dame hinzu, die sich nichts gefallen lässt, die äußerst attraktive So Yang (Song Yeong-Ah, in den Credits: Stella Chang).
Der Bettler zieht mit den beiden ein KungFu-Training im "7-Grand-Mantis"-Stil durch, damit den Gangstern endlich Paroli geboten werden kann. Es kommt zum Show-Down, der Bettler gegen die beiden Gangster-Bosse, Chu Kei und So Yang gegen die Schergen der Bande. Dann stoßen Chu und So zum "White Cane Beggar", diesem Entsatz zu bieten.
Ein Kampf auf Leben oder Tod!
Kritik:
Tja, das liest sich doch soweit spannend und sieht nach einem gängig-routiniert unterhaltenden Eastern aus, oder?
Doch ist "7 Star Grand Mantis" eine über sehr weite Phasen kaum erträgliche KungFu-Klamotte, mit dämlich-alberner Comedy und einer dürftig-dünnen Story die nur wenig Spannung bietet. Nur in den letzten knapp 20 Minuten kann diese ansonsten flauselig inszenierte Eastern-Klamotte überzeugen, und noch mit Wohlwollen beim Viel-Seher und eingefleischten Fan des Genres eine halbwegs mittelmäßige Note erlangen.
Es lässt sich kaum beschreiben. Über eine Stunde lang wird mätzchenhaft gedödelt, und die hauchdünne Story so mal gerade eben verständlich in Szene gesetzt. Immerhin mündet dies alles in einen dann überraschend starken Show-Down, und endlich hat das Ganze bezüglich Dramatik und Action den Drive den man lange so schmerzlich vermisste.
Die Atmosphäre ist indes auch nur die eines "Wald- und Wiesen"-Eastern, gedreht in Südkorea weitestgehend open air, in einfacher Kulisse. Das hat man ja oft in diesen B-Filmen des Genres. Aber eine spannende Story und gute Fights auch ´zwischendurch´ können solche Filme ja auch zumeist pushen, und den Eastern-Fan mehr als passabel unterhalten. Das bleibt hier weitestgehend allerdings leider aus. Schwaches Niveau, leider Gottes. In den Credits bei hkmdb.com wird neben Kim Seon-kyeong (im Vorspann "Sunny Chin" genannt, ah ja) auch noch Trash-Eastern-Urgestein Godfrey Ho als Regisseur genannt, also wundern würde mich das nicht, wenn der da mitdirigierte, mehr schlecht als recht.
Benny Tsui, so eine Art Mike Wong-Verschnitt, ist hier der dödelig-unterbelichtete Held des Ganzen. Mätzchen und Grimassen, Slapstick mit Hampeleien, aber er lernt tatsächlich KungFu, und stellt sich den Schurken. Na ja, ging alles so mal gerade eben.
Als Sifu agiert hier "Eagle" Han Ying, ansonsten ja auf Villain-Rollen in den südkoreanischen B-Eastern abonniert. Er taucht gleich anfangs auf, und dödelt mit, dann entpuppt er sich als Meister des KungFu, sieh mal an. Immerhin mit Trainingssequenzen und dann im Show-Down haut er noch mit einen raus, dass wenigstens das Finale mit Drive noch überzeugen kann. In Erinnerung, wie der ganze Streifen bis auf die finale Phase, bleibt seine Performance allerdings kaum.
Die Villains, zumeist eine Dödel-Truppe die man nicht Ernst nehmen kann. Schielend-lallend sinken die nachdem sie jeweils eine verpasst bekommen haben zu Boden, au Backe. Die beiden Bosse sind da immerhin skrupellos-böser und ernsthafter gezeichnet: Lee Jai-Young und Ronny Chan, ernst-verbittert verstehen sie keinen Spaß und sind im Finale die knallharten Opponenten, darstellerisch gefielen sie gar besser als die männlichen Helden.
Das bringt mich zum weiblichen Helden, zur Heldin somit, die ein Lichtblick in dieser insgesamt schwächlichen Produktion ist: Song Yeong-Ah, in den Credits im Vorspann als "Stella Chang" (wow, der geile Name passt), das taffe-ernsthafte KungFu-Girl, zunächst spröde und abweisend gegenüber Benny Tsui, bleibt sie dies auch weitestgehend, macht das Training mit und fightet dann im Finale auch noch agil mit. Macht sie gut, und sie ist äußerst attraktiv, Top-Figur und Ausstrahlung. Ich könnte sie nur abweisen, wenn ich mit Eva Padlock liiert wäre.
Die KungFu-Fights sind bis zum Finale hin auch nicht hochklassig. Dann zieht das Ganze in den letzten knapp 20 Minuten an. Das Training am Meer, kann dann sogar noch atmosphärisch glänzen, und der mehrteilige Show-Down bietet klasse KungFu-Action mit Drive und Härte. Leider kommt in den letzten Sekunden dann wieder mätzchenhaftes, also was diese Wasser-Strahlen aus den Mündern von Benny und Stella -ich bleib mal bei dem steilen Namen- da sollten, weiß der Geier. Aber insgesamt war die Fight-Action am Schluss das Stärkste was diese KungFu-Klamotte zu bieten hatte.
Das zieht den Film in meiner Bewertung noch auf eine halbwegs mittlere Note.
4/10.