Alle Kurzkommentare


4

Eine äußerst eigenwillige Interpretation des klassischen Stoffs. Zuvor war eine afroamerikanische Version von "Der Zauberer von Oz" als Bühnenstück erfolgreich, doch dieses bizarre Musical kommt wie die Nachgeburt der Blaxploitation-Welle in den 70ern daher. Der junge Michael Jackson ist darin als Vogelscheuche mit dicker Knubbelnase entsetzlich unvorteilhaft geschminkt und kann seine Gesangs- und Tanzkünste über weite Strecken nicht gebührend präsentieren, während die große Diana Ross als Dorothy zur hysterischen Hausfrau (?!) degradiert wird. Oz selbst schaut hier auch nicht gerade märchenhaft aus mit seiner Mischung aus kalten Industrial-Looks und verkommenen Gegenden wie in Harlem oder der Bronx. Nicht ganz nachvollziehbar und wenig schmeichelhaft für die angepeilte Klientel. Mir gefielen gerade mal 2 Szenen: die schaurige U-Bahn und der flotte Tanz auf dem gelben Ziegelsteinweg.

Kritik verlinken oder schreiben
Details