Captain Eo und seine Crew haben einen gefährlichen Auftrag bekommen . Sie sollen der bösen Königin eines fremden Planeten ein Geschenk überreichen . Doch das erweist sich als schwierig , denn statt einem Empfangskomitee schickt man Eos Raumschiff lieber Abfangjäger entgegen ...
" Captain Eo " ist im Grunde kein Kurzfilm im klassischen Sinne , sondern ein langes Musikvideo , das nicht von ungefähr an Michael Jackson Videos wie " Ghosts " oder seinen Meilenstein " Thriller " erinnert . Erst gibt es ein paar Minuten Handlung , danach ein Lied und dann ist der Film auch schon zu Ende . Nur gibt es dieses mal statt Horror einen Kurzausflug in eine Science Fiction Welt , bei dem man Jackson - alias Eo - und seiner Crew aus Muppets bei einer kurzen Verfolgungsjagd in ihrem Raumschiff beiwohnt , die wirkt , wie der Angriff auf den Todesstern im ersten Teil von " Star Wars " . Nachdem man auf den Planeten gecrasht ist , wird man direkt zur bösen Alien Königin gebracht , bei der es nicht schwerfällt zu glauben , dass sie eine Inspiration für die Borgs und besonders die Borg Queen im Star Trek Franchise war . Das Geschenk , das man überreichen sollte , entpuppt sich dann wenig überraschend als Lied , bei dessen Vortrag sich die Welt der Königin sofort in ein Paradies verwandelt , böse Kampfroboter in menschliche Tänzer und die hässliche Alien Königin wenigstens in Anjelica Houston .
Wenn es doch so einfach wäre die Welt zu verbessern - die Erde könnte Captain Eo heute mehr denn je brauchen ...
Fazit : Der größte Musikstar der 1980er Jahre plus zwei der wichtigsten Filmemacher der Epoche ( Francis Ford Coppola & George Lucas ) ergeben leider noch lange keinen Knaller . Das Lied ( We Are Here To Change The World ) und selbst die Choreographie des Tanzes sind weit von Michael Jacksons Klassiker " Thriller " entfernt . Zwar stimmen die Tricks , die wohl von ILM stammen dürften , die Puppen und die Kulissen , aber wahre Begeisterungsstürme wird der Film wohl nicht auslösen . Bleibt am Ende die Frage , warum man dafür drei Drehbuchautoren brauchte und warum man mit ca. 24 Millionen Dollar Budget und der putzigen Weltraumcrew nicht lieber einen " echten Film " gemacht hat ...