Review

Einfach unglaublich, was einem Abel Ferrara mit Harvey Keitel als namenlosem Cop hier vorsetzt!
Keitel spielt einen Cop der derart drogensüchtig, wettsüchtig und korrupt ist, daß es schon fast weh tut.

Alleine schon die Szene als er die beiden Mädels anhält, deren Rücklicht angeblich kaputt ist und sie solange bearbeitet bis er sich dabei einen von der Palme schütteln kann ist sowas von "Bad", daß sie dem Titel des Films schon alle Ehre macht.

Während der gesamten Spielzeit wartet man allerdings leider ständig darauf, daß sich sowas wie eine vernünftige, straffe Handlung entwickelt, doch wird man stattdessen permanent mit Harvey Keitels egomanischem Selbstzerstörungstrip konfrontiert was einem auf Dauer irgendwie die Laune verdirbt bzw. sogar echt langweilt.

Was mir beim betrachten des Filmes ebenfalls auffiel, ist die Tatsache, daß in keinster Weise darauf eingegangen wird wieso der Cop zu dem wurde was er letztendlich ist..

Erklärungsmäßig herrscht hier absoluter Notstand, der Film setzt einfach irgendwann im fiktiven (?) Leben des Cops ein und endet eigentlich auch recht unspektakulär und vorhersehbar.

Was diesen Streifen allerdings über das Mittelmnß hebt ist der Hauptarsteller Harvey Keitel .Er verkörpert seine Rolle derart gut, daß dem Zuschauer beim betrachten des Films regelrecht übel werden kann.

Fazit: Dank Keitel in der Titel/Hautrolle interessanter Film, ansonsten aber recht spannungarm inszeniert.

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