Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 03.02.2013

Was Nicolas Cage später unter Werner Herzog als surrealistisch gefärbte Psychopathie interpretierte, ist bei Harvey Keitel reinste Abgefucktheit. Als Low-Budget-Film teilt sich "Bad Lieutenant" ein New York mit Martin Scorsese, wie dieser es für "Taxi Driver" und "Hexenkessel" darstellte. Dabei zieht Abel Ferrara das von Drogen und Gewalt gezeichnete Großstadtleben radikal in eine Parallele mit dem Glauben und schreckt auch nicht vor grafischen Explizitheiten zurück, beziehen diese sich nun auf Nacktheit, Gewaltausübung oder auch religiöse Symbolik, die fast schon profan in die dreckigen Sets eingebettet wird. Einfacher und unmittelbarer als das Remake, aber eben auch eindringlicher.

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