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OUT OF ROSENHEIM  ist eine sympathische Komödie in sehr ruhigem Fahrwasser. Dezenter Humor entsteht hier hauptsächlich situationsbedingt durch den Konflikt der Kulturen und entsprechend vorurteilsbehaftete Fremdenangst.

Die urbayrische Jasmin Münchgstettner (Marianne Sägebrecht)  verschlägt es in das kalifornische Wüstenkaff Bagdad, bestehend aus einem Cafe, einem Motel und einer Tankstelle. In der Umgebung ließen sich lediglich einige kauzige Figuren nieder. Die temperamentvolle, afroamerikanische Chefin des Motels, Brenda  (CCH Pounder), begegnet der molligen Bayerin recht kritisch, zumal sie nur einen Koffer voller Textilien und Hygieneartikel ihres Mannes bei sich hat. Aus unterschwelliger Fremdenangst und auch dezenter Diskriminierung entwickelt sich sehr langsam eine Freundschaft zwischen den beiden völlig gegensätzlichen Frauen. Und so demonstrieren sie, dass eine vorsichtige und vor allem respektvoll-tolerante Annäherung Vorurteile und Xenophobie abbauen kann. Dies braucht aber, und das legt der Film eindrücklich und ruhig nahe, viel Zeit und vor allem die Bereitschaft und den Willen beider Parteien, das vorhandene Konfliktpotenzial zu überwinden.  So schafft schlussendlich Vertrauen auch Freundschaft.

Ein recht einfach gestrickter Film, fernab von Slapstick und Hau-Drauf-Humor, auf den man sich mit Muße einlassen muss. Kann er seine lebensbejahende Kraft entfalten, weiß er durchaus zu amüsieren und zu unterhalten: 7/10

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