Mit "Night Of The Demons", dem Remake eines gleichnamigen Horrorfilms aus den später 80er Jahren, beende ich mein diesjähriges "Dämonen-Wochenende" anlässlich der Neuauflage von "Tanz der Teufel".
"Evil Likes To Party" - schon die Headline zum Titel dieses Dämonen-Mumpitz ist an Unverschämtheit kaum zu überbieten, ist sie doch dreist vom wesentlich besseren Spukhaushorror-Neuaufguss "House On Haunted Hill" entliehen. Lediglich "Loves" wurde gegen "Likes" ausgetauscht und auch ansonsten besticht der stinklangweilige Schmock eher durch stupide Einfallslosigkeit als durch einen gewissen Unterhaltungswert - was doch zumindest Grundvoraussetzung für einen Film sein sollte - egal wie schlecht er letzten Endes in Szene gesetzt worden ist. Hauptsache er rockt!
Und ausgerechnet das tut er trotz massiver Punk-Rock-Dauerberieselung in keinster Weise! Im Gegenteil: egal zu welcher Tag oder Nachtzeit man diesen Dämonen-Rohrkrepierer guckt - "Night Of The Demons" ist und bleibt eine uninteressante Zeitverschwending für den Zuschauer und eine peinliche Blamage für alle Beteiligten vor und hinter der Kamera!
Das erschreckendste am ganzen Film ist vor allem Edward Furlong, der einstige Jungstar aus "Terminator II" oder "Friedhof der Kuscheltiere II", der in letzter Zeit eher durch Drogeneskapaden und häusliche Gewalt von sich reden gemacht hat und in dem Film das spielt, was er in Wirklichkeit ist: ein absoluter Looser.
Mit seiner aufgedunsenen Pfannkuchen-Visage, seinen dunklen Augenrändern und seiner durch Alkohol und Drogen eingeschlafenen Mimik wirkt er eher wie das Abbild eines abgehalfterten Schlagersängers, den man zur Einweihung eines Gartencenters aus der Gosse geholt und notdürftig etwas tageslichttauglich gemacht hat. Ein absolutes Armutszeugnis - so wie der Rest des Films.
Ein halbwegs talentierter Regisseur hätte aus den gegebenen Möglichkeiten ein trashiges, fetziges Fun-Splatter-B-Movie machen können - doch leider wendet Regie-Banause Adam Gierasch die falsche Erfolgsformel an:
Titten, Sex, infantiler Klamauk und jede Menge Blut machen noch keinen guten Film. Ein absolutes No Go ist es, diesen debilen Dämonen-Kokolores mit absurden Situationen und entsprechenden Dialogen tarantinoesk aufpeppen zu wollen.
Auch hier sei jedem Laien-Regisseur gesagt: Endlose Fluchereien und "Fuck" und "Scheiße" in der Endlosschleife hauchen einem Film noch lange nicht den Geist eines Tarantino ein. Kein Wunder, dass diese Gurke dem Zuschauer zu keiner Zeit so cool erscheint, wie es sich die die talentfreie Regie-Pfeife gewünscht hatte.
Von Anfang an ist dem Zuschauer klar, dass hier kein anspruchsvolles Kunstkino abgeliefert wird - hier wird eine Zuschauergruppe bedient, die bei dem Anblick riesiger, in ein Mieder gepresster Silikonhupen feuchte Hände bekommen und sich bei den billigsten Kalauern die Schenkel wund klopfen.
Dass Horrorfilme mit einer gehörigen Portion Humor gut funktionieren beweist unter anderem "Hatchet" - ein Film, der seiner eigenen Linie treu bleibt und erst gar nicht versucht bei Tarantino und Konsorten abzukupfern.
Und selbst wenn Gierasch sich nicht zur peinlichen Tarantino-Kopie aufgeblasen hätte: "Night Of The Demons" wäre noch immer kein guter Film geworden, denn Gierasch hat keinen Sinn für abgefahrenen Humor, für Selbstironie, für humorvolle Brechungen innerhalb des Genre oder liebevolle Zitate an die großen Genre-Klassiker.
"Witz komm raus! Du bist umzingelt" möchte man am liebsten Richtung Leinwand schreien und ein paar faule Eier gleich hinterher werfen. Ein einziger guter Gag und zwei, die mehr unfreiwillig komisch sind - das ist das fragwürdige Resultat. Genauso viele gute Ansätze gibt es bei dem Spektakel - und die sind auch noch vorhersehbar.
Über den Rest kann man ebenfalls den Mantel des Schweigens werfen: Musik, Schnitt, Kamera, Darsteller - alles schauderhaft. Die Dämoneneffekte stammen aus der CGI-Schmiede und sind wie alles andere an dieser Zelluoidverschwendung: nicht die Rede wert. Ein Trostpflaster hat der ganze Schwachsinn: es geht sogar noch schlechter - deshalb haushoch verdiente
2,5/10