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New Orleans: Gothic-Maus Angela veranstaltet eine halblegale Halloween-Party in dem seit Jahrzehnten leerstehenden Broussard-Haus, in dem sich 1925 die ehemalige Besitzerin Evangeline im Anschluss an eine schiefgelaufene Seance das Leben genommen hatte. Nachdem die Polizei die Veranstaltung überraschend auflöst und die meisten Gäste 'nen Abflug gemacht haben, bleiben Angela und einige ihrer Freunde in der Bude zurück... und entdecken im Kellergeschoss einen geheimen Raum mit den Leichen der damaligen Seance-Teilnehmer. Dadurch erwachen einige dämonische Mächte aus ihrem Schlummer und nehmen prompt Besitz von der Gastgeberin und ein paar weiteren Kids. Die junge Maddie und ihr Drogen dealender Ex-Boyfriend Colin müssen ganz schön auf Zack sein, um die nun losgetretene Höllen-Party bis zum Sonnenaufgang zu überleben und sich nicht zwischendurch selbst noch einen Dämon einzufangen... Dieses 2009er-Remake des zumindest mal kleinen 80s-Classics "Night of the Demons" versucht sich zwar auf eine halbwegs respektvolle Art und Weise dem Original zu nähern (was man alleine schon daran festmachen kann, dass dessen Regisseur Kevin S. Tenney hier mitproduziert hat und Linnea Quigley einen kurzen Cameo-Auftritt absolviert und sich dabei wieder unter'n Rock gucken lassen darf), ist aber leider aufgrund seiner Machart im "modernen" B-Film-Stil inklusive hektischer Montage und Shakey-Cam in den Gewalt- und Action-Einlagen längst nicht so atmosphärisch geraten wie dieses. Ob es zu dem damals schon - zu Recht! - als kleines "Tanz der Teufel"-Rip-Off verschrienen "Night of the Demons" denn nun überhaupt eine Neuverfilmung gebraucht hätte, muss da auch jeder beim Blick auf den ebenso dünnen wie auch abgenudelten Inhalt, der sich mal wirklich null von unzähligen anderen Horrorfilmchen identischer Bauart unterscheidet, mit sich selbst ausmachen. Im Grunde genommen ist es aber auch Jacke wie Hose: Man hätte auch einfach eine 4 an den Titel anhängen und das Ganze statt als Remake schlicht als weitere Fortsetzung ausgeben können, es hätte wirklich keinen Unterschied gemacht! Harte Fans werden sich da allenfalls noch darüber freuen, dass die berüchtigte Lippenstift-Szene hier ebenfalls ein Update erfahren hat (und mit blutiger Pointe nun noch 'ne Umdrehung derber daherkommt) und ob des hohen Maßes an handgemachten Splatter-F/X und Masken-Tricks auch über den mal eher sterilen Look und die Deppen-Dialoge aus der untersten Schublade hinwegsehen. In Art und Ablauf der Handlung bietet diese Version von "Night of the Demons" dann auch wirklich keine Überraschungen, erfüllt dabei aber immerhin halbwegs die vorgefassten Erwartungen, auch wenn von der Inszenierung über die Optik bis hin zu den Darstellern hier alles irgendwie gerade mal mittelmäßig ist... aber Shannon Elizabeth, Monica Keena und Diora Baird in ihren scharfen Halloween-Outfits sind natürlich schon Landschaften, die zum Verweilen einladen. Fazit: Als Hintergrund-Berieselung zu Halloween okay, ansonsten eher meh...

5/10

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