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Vincente Minelli´s ironischer Beitrag zum Thema Hochzeit aus dem Jahr 1950 ist eine gelungene Komödie und überzeugt vor allem durch ihren Schauspieler.Die Story ist nicht besonders unkonventionell, wobei diese ohnehin nur das Sprungbrett zur tollen schauspielerischen Leistung Spencer Tracys darstellt.Der renommierte Staatsanwalt Stanley Banks hat eigentlich alles, was er im Leben brauchen könnte. Einen gut bezahlten Job, ein eigenes Haus sowie eine zufriedene Familie.Doch als seine Tochter ihn zu verlassen droht, um ihren Geliebten Buckley zu heiraten, zerbricht für den gesetzten Juristen eine Welt: Während er im Gegensatz zur Euphorie seiner Ehefrau Ellie zunächst versucht, seiner Tochter die Hochzeitspläne auszureden, findet er sich später damit ab und versucht, damit möglichst gut klarzukommen.Nach einem gescheiterten Versuch, unschöne Wahrheiten über seinen potentiellen  Schwiegersohn herauszufinden und einem mehr oder weniger spannenden Treffen mit den künftigen Schwiegereltern kommt es dann schließlich zur Hochzeit, die schließlich aber den schwächsten Teil des Films ausmacht, auch wenn sie storytechnisch natürlich obligatorisch ist.Mit Elizabeth Taylor und Spencer Tracy recht prominent besetzt, überzeugt der Film aber trotz seines etwas schwächelnden Endes. Das liegt vor allem an der brillianten Leistung des Vaters. Tracy, ohnehin einer der besten Schauspieler der damaligen Zeit, mimt den eifersüchtigen, mit sich selbst ringenden Vater der Braut absolut überzeugend und fasziniert besonders durch seine sarkastischen Gedankengänge, die er öffentlich aber eher kleintut.Die anderen Darsteller mimen ihre Rollen ebenfalls passabel, werden aber von Tracy recht locker an die Wand gespielt.Während in den ersten zwei Filmdritteln Sarkasmus und Ironie dominieren, wirkt das Ende aber relativ zahm und belanglos. Die Hochzeit läuft konventionell ab, hier weiß der Film nicht mehr zu überraschen. Im heutigen Vergleich natürlich durch die beiden „Meine Braut, ihr Vater und ich“-Filme etwas überholt, aufgrund deutlich unterschiedlicher Art des Humors aber auch für Kenner dieser beiden Filme empfehlenswert.Übrigens, wie so oft, klar besser als das Remake mit Steve Martin.Aber ein Vergleich zwischen Martin und Tracy wäre sowieso unangebracht. 
Gute sieben Punkte7 / 10

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