Inhalt:
China, in den Jahren nach der bürgerlichen Revolution. Xiao Hai (Ting Wa-Chung) ist noch ein etwas naiver, unreifer junger Mann.
Er arbeitet für Master Lu (Lung Fei), der den Marktbeschickern des Ortes durch seine Schergen, darunter Master Chu (You Peng-Sheng), Schutzgelder abpresst.
Xiao Hai, der von Master Lu, der die KungFu-Technik der "Chicken Fist" beherrscht und ein gnadenloser und herausragender KungFu-Meister ist, sehr gut behandelt wird, will diese Verbrechen nicht sehen.
Als er sich in die Tochter eines der Marktbeschicker (Mao Ching-Shun), die hübsche Ho Hwa (Kam Yin-Fei) verguckt, will er den Schwachen helfen.
Er gibt sein Geld denen, die erpresst werden.
Master Lu steht Xiao Hai bei..., als dieser Master Sher (Ko Yu-Min) bestiehlt.
Master Sher und dessen Sohn (Ma Chiang) zahlen mit ihrem Leben, sie sind Master Lu nicht gewachsen.
Und Xiao Hai erlernt die Technik der "Chicken Fist", wird gar zu einem der Unter-Bosse von Master Lu. Den von Master Sher engagierten Kämpfer (Cliff Ching Ching) besiegt er denn gar nach hartem Kampf.
Doch Xiao Hai wird immer nachdenklicher..., und wird immer mehr gewahr, dass Master Lu ein hochkrimineller Verbrecher ist.
Lu tötete zudem einst die Mutter von Ho Hwa...!
Von ihrem Vater erlernt Xiao Hai nunmehr die Technik der "Mantis Fist"..., nur im Verbund mit Ho Hwa, die nicht nur die "Mantis Fist" beherrscht, sondern auch die Technik der "Eagle Claw", kann Xiao Ho gegen Master Lu bestehen.
Ein eisenhartes Training steht nunmehr für Xiao und Ho an...!
Können Xiao Ho und Ho Hwa gemeinsam Master Lu bezwingen?
Es kommt zum blutigen Show-Down..., zum gnadenlosen Kampf auf Leben oder Tod.....
Fazit:
Der Streifen "Death Duel of Mantis" ist ein in seiner KungFu-Action überdurchschnittlicher Eastern, der es in einigen Rankings auf imdb.com zu sehr passablen Positionen bringt.
Auf den ersten Blick und für eine längere Laufzeit ist "Death Duel of Mantis" eine der vielen KungFu-Komödien der späten 1970er Jahre aus Hongkong, wieder ein schnell und kostengünstig produzierter Unterhaltungsfilm des parodistischen Eastern-Subgenres.
Die Kulissen sind fast ausschließlich Outdoor... in einer räumlich großzügigen Movie-Town, die eine Stadt des postrevolutionären Chinas nach 1911 sehr authentisch wiedergibt.
Dann verlagert sich alles in das unvermeidliche Bauern-Gehöft... mit Bergen im Hintergrund... einmal mehr die typische Trainingsstätte für Comedy-KungFu-Filme.
So kommt denn eine überzeugende Eastern-Atmosphäre für den Betrachter auf.
Die Story ist denn auch ziemlich einfach gehalten..., ein junger Mann, einst eine Waise, sehr talentiert, verrichtet kleine, niedere Arbeiten für den Villain, der ihn zwar gut behandelt, aber ein brutal-skupelloser Verbrecher ist..., dann durchschaut unser Held den Bösewicht, wechselt die Seite, lernt neue KungFu-Techniken..., eine junge Frau steht ihm bei... Endfight.
Der Held ist zunächst am Rollenbild welches Jackie Chan in jenen Jahren erfolgreich besetzte orientiert, naiv und harmlos, geistig keine Leuchte..., wird er nachdenklicher, gesetzter und doch noch zur Kampfmaschine.
Das ist mit harmlos-leichter, nicht allzu überzogener (für einen Hongkong-ComedyEastern) Komik, mit etwas Slapstick, unterlegt, sowie einigen die Laufzeit auffüllenden Kämpfen..., die Story wird aufgebaut, plätschert etwas dahin..., und die Figuren eingeführt, vorgestellt..., und insbesondere eben die Entwicklung des Helden.
Besonders ist..., dass der Villain den aufkommenden Helden zuvorkommend behandelt, ihn unter seine Fittiche nimmt, gar fair und anständig zu ihm ist.
Der junge Mann macht zunächst alles soweit mit, hinterfragt nichts..., doch wird er immer nachdenklicher. Hier ist die Darstellung des Helden von diesem gar gut gespielt..., und diese Eastern-Komödie verlässt denn langsam ihren lustig-harmlosen Charakter..., es wird ernsthafter und die Action härter.
Plätschert manches bis über die Mitte dieses Films in der Storyline so dahin..., wird die Inszenierung von "Death Duel of Mantis" im letzten Drittel dichter, straffer, kompakter, darstellerisch überzeugender, verdichten sich die Entwicklungen..., und die KungFu-Action rockt...!
So ist denn "Death Duel of Mantis" gar ein etwas speziell-nuancierter Vertreter des Subgenres der Eastern-Komödie..., der im letzten Drittel seiner Laufzeit den KungFu-Filmfan letztlich voll überzeugt.
Ting Wa-Chung ist der Held in diesem Streifen..., ein naiver Jungspund ala Jackie Chan. Seine Läuterung..., hin zum nachdenklich gewordenen Mann und seine Entwicklung zur Kampfmaschine..., das meistert Ting Wa-Chung physisch und gar darstellerisch ziemlich gut.
Und er ist ein überaus agiler, kompetenter KungFu-Fighter. Er, der ansonsten immer Nebendarsteller im Schatten namhafterer KungFu-Stars war.
Lung Fei ist der Villain der besonderen Art..., gut zum Helden, doch ein durch und durch mieser Typus. Das spielt Villain-Routinier Lung Fei gewohnt solide-überzeugend. Und er ist ein knallharter KungFu-Fighter..., in zahllosen KungFu-Schlachten auf der Leinwand gestählt.
An der Seite von Ting Wa-Chung..., als seine Partnerin hier..., die blutjunge Kam Yin-Fei. Die Darstellerin drehte laut hkmdb.com nur zwei Filme.
Verwunderlich..., denn sie zeigt eine taffe, klare Darstellung, ihre Figur ist dem Helden ggü. eher spröde, und sie zeigt vor allem eine überraschend starke, athletische KungFu-Performance.
Niedlich ist sie zwar... so optisch, doch ihre Figur ist selbstbewusst, gar taff sich nichts bieten lassend. Auch Kam Yin-Fei hebt diesen komödialen Eastern.
Die KungFu-Action ist süperb..., sie ist in diesem Eastern fast überraschend überdurchschnittlich.
Klasse Moves..., dynamisch-kernige KungFu-Action in klassischen Techniken..., intensive, flotte Fight-Action von beachtlichem Niveau.
Am Ende ist ca. 10 Minuten non-stop-KungFu-Action-total angesagt..., kulminiert alles in einem knallhart-blutigen, brutal-intensiven Finale..., ein Pas-de-Trois des KungFu..., Ting Wa-Chung im Verbund mit Kam Yin-Fei, die nur zusammen mit einer Bündelung ihrer KungFu-Skills und Techniken gegen Lung Fei eine Chance haben.
Auch die Fights zuvor können sich sehen lassen..., und ein gelungen-knackiges, passendes Dubbing (Geräuschkulisse) untermalt die Kämpfe perfekt.
"Death Duel of Mantis"..., ein vor allem im letzten Drittel auch darstellerisch anziehender Eastern, nicht insgesamt perfekt..., aber dann in seiner KungFu-Action überdurchschnittlich und den Fan des Genres mehr als passabel unterhaltend.
7/10.