NYC... der Rattentöter ist da!
Eine Kidnapverwechslung führt dazu, dass ein hartgekochter Ex-Cop und Vater seine Tochter bzw. ihren Entführer quer durch ein New York der späten 70er jagt, das dreckiger, asozialer und ranziger kaum sein könnte...
Left & Right
"Night of the Juggler" ist (gerade im körnigen neuen 4K-Transfer) nicht weniger als eine Offenbarung. "Death Wish" trifft "Taken". Aber mit einer Räudigkeit und Brutalität, die sich riechbar nicht gewaschen hat. Seit Wochen. Die 70er an der Schwelle zu mehr. Jede Fresse auf der Bordsteinkante. Jegliche weichgespülte Kacke aus dem Fenster gerotzt. Räudig und radikal. Ein Bahnhofskinobömbchen. Humorlos, hart, heftig. Besonders für New York-Fans ein Blick in eine der abgefuckteste Epochen der Weltstadt. Kurosawa meets Peckinpah. Eine astreine Adrenalinhatz. Rächerkino, Paranoiakino, Actionkino. Ein Fest des Männerkinos. Man schmeckt förmlich Asphalt, Angstschweiß und Arschlöcher. Der Central Park wird ausgeweidet, der Big Apple wird angebissen weggeschmissen, die Autoaction gehört zum Besten seiner Zunft und James Brolin ist perfekt besetzt. Wortkarg und wunderlich, dass den nicht mehr kennen. Hier kommt nichts aus dem Computer, hier wird alles platt gemacht. Bremse Fehlanzeige. Leerlauf nie von gehört. Ganz sicher eines der dreckigsten Filmchen, das je von einem Major Studio vertrieben wurde. Intensiver, sleazy, kinetischer und kantiger Actionthriller für ein rein erwachsenes Publikum.
There goes the motherfucking Neighborhood...
Fazit: Eines der krasseren, dreckigeren NYC-Grindhouse-Erlebnisse, das man filmisch finden kann... Absolut fantastisch und gnadenlos!