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Eltern können manchmal schon wahre Monster sein! "Tue dies nicht", "Tue das nicht", "Sitz still", "Sitz gerade" oder auch "Iss das auf, sonst gibt es schlechtes Wetter" sind nur einige der beliebtesten Sätze unter den Eltern dieser Welt. Doch im Vergleich zu den Eltern aus dieser Horrorsatire hier, dürften unsere Mütter und Väter wahre Engel sein. Denn Randy Quaid und Mary Beth Hurt sind nicht nur streng was das Essen angeht, sie sind sogar kanibalistisch veranlagt. Leider liegt einem aber dieser Filmhappen trotzdem schwer im Magen und läßt sich nicht so ganz verdauen!

"Parents" ist nämlich eine ziemlich misslungene Horrorkomödie, die leider für beide Genres mehr als enttäuschend ist! Die Kannibalen-Story selbst ist dabei schon sehr dünn geraten und bietet keinerlei Höhepunkte oder gar Spannung. Alles wirkt recht krude, vorhersehbar und an den Haaren herbeigezogen. Zudem gibt es wieder einmal Logikfehler und Drehbuchpannen, die man hier und da hätte vermeiden können.

Das schlimmste am Film ist allerdings der mehr als lahm wirkende Handlungsablauf. Wer sich auf einen Temporeichen Horror-Witz-Marathon gefreut hat, wird bitter enttäuscht. Größtenteils zieht sich das lahme Filmchen nur so vor sich hin. Höhepunkte sucht man vergeblich, alles kommt hier maximal mit dem Tempo einer Schnecke voran. Es dürfte für den einen oder anderen Zuschauer höllisch schwierig sein, nicht wegzunicken.

Dazu kommt noch die Tatsache, dass man den ganzen Streifen über eigentlich keinerlei Atmosphäre verspüren kann und es nur sehr wenig zu lachen gibt. Da hier so etwas wie ein guter, atmosphärischer Score vollkommen fehlt und einem die billigen Witze maximal kleinere Schmunzler abverlangen können, fragt man sich eigentlich die ganze Zeit über, was das Treiben auf der Glotze eigentlich soll. Hier ist wirklich nichts auffindbar, was einen unterhalten könnte, in welcher Form auch immer.

Einzig und allein die Darsteller können ein wenig über die Enttäuschung hinwegtrösten. Randy Quaid ist, wie eigentlich immer, wirklich gut in seiner Rolle und hat dann doch mal den ein oder anderen Lacher auf seiner Seite. Mary Beth Hurt ist ebenfalls ganz in Ordnung und auch alle anderen liefern akzeptable Leistungen. Wenigstens hier kann der Streifen ein wenig punkten.

Fazit: Weder sonderlich witzige, noch sonderlich spannende Horror-Persiflage, die es vollkommen versäumt hat, aus der netten Grundidee etwas treffliches zu machen. Wäre da nicht Randy Quaid und seine herrliche Art und Weise selbst den müdesten Figuren leben einzuhauchen, dann hätte man dieses Möchtegern-Filmchen getrost im Giftschrank vergammeln lassen können!

Wertung: 3/10 Punkte

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