Review

In erster Linie hat mir der französische Beitrag zum Sub-Genre der Zombie/Viren-Welle besser gefallen, als Mutants. Was allerdings nicht wirklich schwer ist.
Bei der Horde sticht zunächst einmal die kompromisslose Ausrichtung ins Auge. Dieser Film will nämlich nicht lange um den heißen Pudding reden sondern schmeißt einen Haufen verwegener Charaktere in einen Pott (oder besser: ein fast verlassenen Hochhauskomplex) und lässt über diese den Tag des Jüngsten Gerichts in Form von reißerischen Bestien in Menschengestalt herein brechen. Dabei kommt ihnen ihr Hang zur Gewaltbereitschaft sehr zu Gute und so fetzt man sich, in einer, stetig schrumpfenden, Gruppe durch die Etagen des Gebäudes.
Soviel zum Thema Handlung. Funktioniert eigentlich nicht schlecht und die Franzosen Kippen wieder ordentlich Kerosin ins Feuer. So fliest wieder Lebenssaft in Unmengen und die Anwesenden beißen recht brachial ins Gras. Der Fehler, den dieser Film jedoch macht, sind seine Logikfehler und Unglaubwürdigkeiten. So fragt man sich, zum Beispiel, warum die unzähligen Bestien ausgerechnet in ein verlassenes Hochhaus wollen obwohl man sich doch mitten in einer Großstadt befindet wo es sicherlich verlockendere Buffets gibt, oder wieso keiner (bis auf eine Ausnahme mit einer Pumpgun) auf die glorreiche Idee kommt, auf die Köpfe zu zielen. Den gravierendsten Fehler jedoch begeht der Streifen am Ende und verreist fast alles. ACHTUNG SPOILER! : Kann mir mal ernsthaft einer Erklären, warum man sich diesem Fight durch das Gebäude antut, nur um sich beim Entkommen einfach zu opfern und seine letzte Rückendeckung mit einen Kopfschuss ins Nirwana zu befördern?!?
Egal. Trotzdem bin ich der Meinung, Die Horde fetzt ganz ordentlich und sollte von jeden Anhänger dieser Art von Filmen mal an gecheckt werden. Für ein kurzweiliges Erlebnis lang es allemal.
Nachtrag: 07/10 für die deutsche Version. 09/10 für die ungeschnittene.

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