Die Filme von Doris Wishman sind ein hartes Brot! Bislang habe ich acht Werke der kleinen Nudistenfilmerin (R.I.P.) gesehen, ohne dass mich nur ein einziger richtig begeistern sollte. Auch "Ich will dich ohne..." reiht sich nahtlos in die Galerie all jener belanglosen No Budget-Produktionen ein.
Im Prinzip ist der Streifen ein weiterer von vielen NYC-Underground-Filmen, die mal zwei Nächte lang in irgendwelchen Hinterhofkinos liefen, ohne das jemand Notiz davon genommen hätte. Die Story um eine hübsche junge Lady, an der sich ihr Nachbar vergreift, um dann planlos durch den Big Apple zu ziehen, um immer wieder an die falschen Leute zu geraten, ist weder Fleisch noch Fisch. Die Wishman mischt Drama mit Roughie und 60s-Exploitation, ohne zu einem wirklich befriedigenden Ergebnis zu kommen.
Viele der Szenen wirken wie in den Apartements von irgendwelchen Privatleuten gedreht, nur um das Budget so minimal wie möglich zu halten. Richtige Nudity gibt es keine. Dafür frönt die Regisseurin mal wieder ausgiebig ihrem Fußfetisch und zeigt mehr Beine wie Brüste. Kurios. Leider zieht sich der ereignislose Plot wie Schuhsohle dahin, so dass selbst geübte Trash-Fans schnell kapitulieren dürften. So genießt "Ich will dich ohne..." aufgrund seines assoziationsreichen Titels bzw. einer recht geschickten Vermarktung von Something Weird Video den Ruf eines kleinen Kult-Movies, ohne jedoch seinem Status annähernd gerecht zu werden. 3 von 10 Punkten.